FASNACHT: Fasnächtler hauen auf den Putz

4000 Zuschauer verfolgten gestern den Umzug unter dem Motto «Frei Schnauze» in Gossau. Mit der Kamera unterwegs war Fotograf Urs Bucher (weitere Bilder unter www.tagblatt.ch).

Manuela Bruhin
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Fasnächtler hauen auf den Putz

Fasnächtler hauen auf den Putz

Manuela Bruhin

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@tagblatt.ch

Riesige Drachen und Dinosaurier, Fred Feuerstein in seinem legendären Holzauto sowie diverse Hexen, welche einige Zuschauer ins Konfettibad tunkten oder diese mit dem Besen «säuberten» – pünktlich um 14.14 Uhr eröffneten die «Gassächlöpfer» den Fasnachtsumzug in Gossau.

Mit insgesamt 65 Sujets war dieser bereits im Vorfeld ausgebucht. Eine zufriedenstellende Bilanz zieht demnach auch das Organisationskomitee. «Es hat alles super geklappt», freut sich Umzugsleiterin Isabelle Brändli. Zuschauer und Teilnehmer waren äusserst zufrieden, wie erste Rückmeldungen kurz nach dem Umzug bestätigten. Rund 100 Helfer standen im Einsatz.

Unter dem Motto «Frei Schnauze» präsentierten sich die Sujets von ganz unterschiedlichen Seiten. Da thronte etwa auf einem Wagen von «Forti Handball» Fussballspieler Tranquillo Barnetta, während die «Traktörli-Gruppe» das «kleine Markt­stübli» präsentierte. «Es ist eine reine Freude, wie abwechslungsreich und individuell sich die Fasnachtswagen zeigen. Die über 2000 Teilnehmer haben keine Mühen gescheut», sagt OK-Präsidentin Chantal Hörler.

Diesjähriger Umzug gibt Stossrichtung vor

Auf dem Bundplatz hielten die Veranstalter anschliessend die Wagenparade ab. Gäste, die vom bunten Treiben noch nicht genug hatten, konnten den Fasnachtsumzug in der Festwirtschaft im Andreaszentrum gebührend ausklingen lassen.

Nach langer Zeit ist der Goss­auer Fasnachtsumzug in diesem Jahr nur noch einmal durchgeführt worden. Damit besannen sich die Veranstalter zurück zu den Wurzeln: Bei der Premiere 1955 beschränkt sich der Gewerbeverein, der damals als Organisator fungierte, ebenfalls auf einen Umzug. «Den Anlass auf einen Sonntag zu verlegen, hat sich gelohnt», bilanziert Chantal Hörler. Die Zuschauer seien bis zuletzt mit Begeisterung mit dabei gewesen. Der grosse Organisationsaufwand habe sich somit ausbezahlt. Das Fasnachtskomitee schrumpfte zwar aktuell auf sieben Vorstandsmitglieder, die guten Zahlen würden aber bereits die künftige Stossrichtung des Umzugs vorgeben. Laut Chantal Hörler soll der Anlass auch in ­Zukunft im ähnlichen Rahmen stattfinden.