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FASHION: Das Öko-Image abstreifen

Faire Mode hat nichts mit grober Wolle und biederem Schnitt zu tun. Das soll die siebte Fashion-Show «Un-Dress» morgen vor Augen führen. Sie findet erstmals in den Olma-Hallen statt und ist grösser denn je.
Christina Weder
Faire Mode aus St.Gallen: Blouson und Culotte aus der Kollektion des Labels J. Grubenmann. (Bild: PD)

Faire Mode aus St.Gallen: Blouson und Culotte aus der Kollektion des Labels J. Grubenmann. (Bild: PD)

Christina Weder

christina.weder@tagblatt.ch

Fünf Studentinnen und zwei Studenten der HSG wollen ein Bewusstsein für verantwortungsvollen Kleiderkauf schaffen. Sie organisieren morgen Mittwoch den siebten öffentlichen Fashion-Event «Un-Dress». Der Tag steht ganz im Zeichen fairer Mode. Nachhaltigen Kleidern hafte noch immer ein Öko-Image an – zu Unrecht, finden die Studenten. «Man denkt an biedere Schnitte und grobe Wolle», sagt Anna Ahn aus dem Organisationsteam. Dabei müsse man modisch keine Abstriche machen, wenn man nachhaltige Kleider trage. «Sie sind stylish und schön.» Das will das Organisationsteam morgen mit einem Pop-Up-Store, einer Modeschau und Workshops vor Augen führen. Mode-Interessierte, Desi­gner und Experten sollen sich austauschen können.

Rund 500 Gäste werden erwartet

Der «Un-Dress»-Tag, der 2011 aus einer studentischen Initiative der HSG hervorging, findet dieses Jahr erstmals in der Olma-Halle 2.1 statt. Er ist damit grösser geworden. In den Vorjahren kamen zwischen 300 und 350 Gäste. Nun werden rund 500 Besucher erwartet. Auch die Zahl der vorgestellten Labels hat sich gegenüber den Vorjahren erhöht. 26 Designerinnen und Designer präsentieren ab 17 Uhr im Pop-Up-Store Kleider, Schmuck und Accessoires. Zwei davon – J. Grubenmann und Águas da Lua –stammen aus der Stadt St. Gallen (siehe Zweittext). Um 20 Uhr findet eine Modeschau statt. HSG-Studentinnen und Studenten werden über den Laufsteg schreiten. Catherine Thommen, ehemalige Moderatorin von «Schweiz aktuell», wird durch den Abend führen. Der Eintritt kostet 25 Franken, für Studenten 20 Franken.

Tagsüber, von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr, finden im Textilmuseum St. Gallen fünf Workshops mit Experten statt. Sie wurden zusammen mit der Schweizerischen Textilfachschule in Zürich organisiert. «Wir wollen auf den Zukunftsaspekt fokussieren», sagt Anna Ahn. Es geht um innovative Ansätze und Trends in der Modetechnologie. Einer der Referenten spricht über Pyjamas, deren Material beim Schlafen die Körpertemperatur reguliert. Ein anderer macht Altkleiderhändler in Afrika zum Thema. Praktischer geht es im Workshop «Upcyclen von T-Shirts» zu und her. Das vollständige Programm ist auf der Homepage einsehbar. Eine Anmeldung unter speakers@un-dress.ch ist erwünscht.

Das Konsumverhalten hinterfragen

«Un-Dress» will eine Plattform für faire Mode sein. Es geht um ein Bewusstsein für die Gewinnung von Rohstoffen, für gerechte Löhne und eine transparente Wertschöpfungskette. «Die Leute sollen ihr Konsumverhalten hinterfragen», sagt Studentin Anna Ahn. Die nachhaltige Sichtweise auf Mode sei leider noch zu wenig in den Köpfen angekommen. In anderen Bereichen – etwa bei den Lebensmitteln – sei man da schon weiter.

Ein verantwortungsvoller Kleiderkauf beginnt laut Anna Ahn mit der Frage, ob man ein bestimmtes Stück überhaupt brauche. Danach solle man genau hinschauen, sich informieren, wo und woraus das Stück produziert worden ist. Das sei manchmal gar nicht einfach und werde meist zu wenig transparent gemacht. Diese Transparenz will «Un-Dress» bieten.

Hinweis

www.un-dress.ch

Studenten der HSG organisieren den Event Un-Dress im St.Galler Pfalzkeller. (Bild: Ralph Ribi)

Studenten der HSG organisieren den Event Un-Dress im St.Galler Pfalzkeller. (Bild: Ralph Ribi)

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