Familien besonders schützen

Frage von Beat Peter (CVP): Die CVP-Volksinitiative «Für Ehe und Familie» will, dass die Ehe steuerlich nicht benachteiligt wird. Bei der Individualbesteuerung wird das «traditionelle» Ehepaar benachteiligt, bei dem sich Frau oder Mann ganz oder grösstenteils aus dem Arbeitsleben zurückzieht.

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Jesain Alagathurai Kandidat Stadtparlament EVP (Bild: Quelle)

Jesain Alagathurai Kandidat Stadtparlament EVP (Bild: Quelle)

Frage von Beat Peter (CVP): Die CVP-Volksinitiative «Für Ehe und Familie» will, dass die Ehe steuerlich nicht benachteiligt wird. Bei der Individualbesteuerung wird das «traditionelle» Ehepaar benachteiligt, bei dem sich Frau oder Mann ganz oder grösstenteils aus dem Arbeitsleben zurückzieht. Wieso sind Sie eher für die Individualbesteuerung?

Jesain Alagathurai (EVP): Das ist eine Frage, die man auch der CVP der Stadt St. Gallen stellen könnte. Gemäss Smartvote sind ihre Kandidierenden fürs Stadtparlament nämlich ebenfalls eher für die Individualbesteuerung.

Die EVP ist eine Familienpartei. Die Familie ist für uns eine verbindliche Lebensgemeinschaft mehrerer Generationen. In ihr werden zentrale Werte vermittelt und die Gesellschaft der Schweiz geprägt. Deshalb gebührt ihr besonderer Schutz. Die Ehe zwischen Mann und Frau als Kern der Familie muss gegenüber allen anderen Formen des Zusammenlebens privilegiert und geschützt werden. Deshalb sind Familien finanziell zu entlasten oder wo nötig zu unterstützen.

Die Familie wird steuerrechtlich als wirtschaftliche Gemeinschaft betrachtet. Das bedeutet, dass die Einkommen der Ehepartner addiert werden, womit das Paar in eine höhere Progressionsstufe rutscht. Somit sind Ehepaare gegenüber Konkubinatspaaren, die individuell besteuert werden, benachteiligt. Dieser Nachteil könnte durch getrennte Steuererklärungen aufgehoben werden.

Frage der Redaktion an Markus Baur (Piratenpartei): Die Anliegen der Piratenpartei haben, soweit sie überhaupt bekannt sind, vor allem mit der Freiheit im Internet zu tun. Wieso heisst Ihre Gruppierung eigentlich nicht Computer- oder Internet-Partei?

Am 23. September wird das Stadtparlament neu bestellt. Vorher kommen im Tagblatt Kandidierende zu Wort. Sie beantworten in Form einer Stafette Fragen, die ihnen andere Kandidaten stellen.

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