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FALSCHMELDUNG: Giftköder-Warnung war falsch - Urheber entschuldigt sich

Die Meldungen über mit spitzen Gegenständen präparierte Wurststücke in der Region Rorschach waren falsch. Das räumt der Verursacher nun auf Facebook ein.
Rudolf Hirtl
Reine Erfindung, die Cervelats mit darin versteckten Schrauben, die angeblich in Rorschach und Goldach gefunden wurden. (Bild: zVg)

Reine Erfindung, die Cervelats mit darin versteckten Schrauben, die angeblich in Rorschach und Goldach gefunden wurden. (Bild: zVg)

Fragt man bei Personen nach, die vor Giftködern warnen, die für Hunde ausgelegt wurden, sind die Antworten meist die gleichen: Man habe die verdächtigen Köder nicht selber entdeckt, kenne die Opfer nicht persönlich, wisse es eigentlich nur vom Hörensagen. Und meistens wissen weder die Polizei noch Tierärzte von den Vorfällen.

Der Aufschrei vor allem unter Hundeliebhabern war dennoch gross, als in Rorschach angeblich Köder mit Gift oder spitzigen Gegenständen gefunden wurden. In der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Rorschach wenn …» postete ein Mitglied ein Foto, auf dem Wurststücke zu sehen sind, in denen je eine grosse Schraube versteckt ist. Der Mann schrieb, dass die Wurststücke ein paar Wochen zuvor am See in Goldach sowie in Rorschach gefunden wurden, und warnte Hundehalter.

Viel Verständnis und mahnende Worte

Jetzt entschuldigt sich der Urheber für die Falschmeldung bezüglich Wurst und spitzigen Gegenständen. Offensichtlich ist er selbst Fake News auf den Leim gegangen. In der erwähnten Facebook-Gruppe schreibt er. «Ich entschuldige mich für die Beiträge mit den gefakten Wurst- und Schrauben-Bildern, die ich gepostet habe. Ich habe dieses Bild zugeschickt bekommen, das anscheinend ein Fake ist. Ich wollte niemanden Angst einjagen, ich habe es schnell und unüberlegt getan.» Es sei nicht seine Absicht gewesen, Hundehalter in Angst zu versetzen. Es sei ihm nur darum gegangen, die Hunde zu schützen.

Reaktionen im Gruppenchat zeigen einerseits Verständnis, warnen aber auch davor, alles für bare Münze zu nehmen, was online verbreitet werde. «Danke für die Entschuldigung. Anderseits möchte ich dazu sagen, dass es wieder einmal ganz deutlich zeigt, dass man nicht über Sachen, die man nicht 100-prozentig sicher weiss, reden oder schreiben sollte. Das ist allgemein gemeint, nicht gegen sie persönlich», schreibt eine Frau. «Schon gut, du hast menschlich reagiert», eine andere. Auch wenn dieser Vorfall nun nicht stimme, es gebe genügend andere Hundehasser, die in der Gegend Giftköder verteilen würden.

Rudolf Hirtl

rudolf.hirtl@tagblatt.ch

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