Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FAHRGÄSTE: Genaue ÖV-Zahlen gibt’s erst im Sommer

Während die Passagierzahlen der VBSG seit Jahren rückläufig sind, ist über die Entwicklung der Nutzung von anderen ÖV-Angeboten auf Stadtgebiet kaum etwas bekannt. Der Kanton will das nun ändern und alle Daten zusammentragen.
Luca Ghiselli
Verliert die VBSG Passagiere ans Postauto? Diese Frage soll bald geklärt werden. (Bild: Benjamin Manser)

Verliert die VBSG Passagiere ans Postauto? Diese Frage soll bald geklärt werden. (Bild: Benjamin Manser)

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

Die sinkenden Passagierzahlen der Verkehrsbetriebe St. Gallen (VBSG) lösten bereits im vergangenen Herbst Diskussionen aus. Nun, im Abstimmungskampf zur Mobilitäts-Initiative, ist der Negativtrend der VBSG wieder zum Thema geworden. Die Befürworter des Volksbegehrens ziehen die rückläufigen Passagierzahlen der Verkehrsbetriebe als Argument dafür ins Feld, dass sich die Verkehrsteilnehmer nicht umerziehen liessen – egal, wie sehr man den einen oder anderen Verkehrsträger fördere.

Die Gegner der Initiative hingegen bekräftigen, man könne von den Passagierzahlen der VBSG nicht auf die Nutzung des öffentlichen Verkehrs auf Stadtgebiet allgemein schliessen. Dazu müsse man zunächst die Zahlen anderer ÖV-Anbieter wie Regiobus, Postauto, Appenzeller Bahnen und S-Bahn auswerten. Fakt ist: Im Zeitraum zwischen 2013 und 2016 haben die städtischen Verkehrsbetriebe über zwei Millionen Fahrgäste verloren. Streitpunkt bleibt, wohin diese abgewandert sind. Denn die Zahlen der anderen ÖV-Anbieter müssen erst noch ausgewertet werden.

Bis anhin keine umfassende Erhebung

Die sinkenden Passagierzahlen lassen auch die Verantwortlichen beim kantonalen Amt für öffentlichen Verkehr nicht kalt, wie Amtsleiter Patrick Ruggli auf Anfrage sagt. Klare Antworten, wie es um die ÖV-Nutzung in der Stadt steht, hat er aber auch nicht. «Bis anhin haben die Stadt und der Kanton keine umfassende konsolidierte Erhebung aller ÖV-Linien in der Stadt vorgenommen», sagt Ruggli. Das soll sich nun aber ändern – und zwar ganz im Sinn der Transparenz. «Deshalb haben wir die Busunternehmen im ganzen Kanton aufgefordert, uns für alle Linien alle Ein- und Aussteiger aller Haltestellen zu übermitteln.» Mittlerweile lägen zwar alle Zahlen von 2016 in einer einheitlichen Form vor. «Die Zahlen 2017 sowie jene der S-Bahn-Linien fehlen uns noch.» Ziel sei es, alle Daten bis Sommer 2018 auszuwerten, sagt Ruggli. Das solle von nun an jährlich geschehen, damit man eine Zeitreihe erhalte.

Aufgrund der heute vorhandenen Daten lasse sich jedenfalls nicht sagen, ob nun der gesamte öffentliche Verkehr auf Stadtgebiet Passagiere verloren hat – oder nur die VBSG. «Generell haben wir aber seit 2013 bis 2016 ein eher geringes Wachstum an Passagieren im gesamten öffentlichen Verkehr des Kantons beobachtet», sagt Ruggli. Als mögliche Gründe dafür nennt er die Konjunktur sowie für die Stadt St. Gallen die Stagnation der Einwohnerzahl. «Aber wir erwarten für 2017 gegenüber 2016 wieder eine merkliche Steigerung.» In einzelnen Städten wie Wil sei das zum Beispiel so eingetreten. Für die Stadt St. Gallen sei hingegen zu sagen, dass der Umbau des Hauptbahnhofs sowie des Bahnhofplatzes sich in den vergangenen Jahren gewiss auf die Passagierzahlen der Busse in der Innenstadt auswirkte, ist Ruggli überzeugt.

Mit Daten in Zukunft Spekulationen vermeiden

So sei die provisorische Haltestelle an der St.-Leonhard-Strasse zwischen Neumarkt und Hauptpost von August 2015 bis Herbst 2017 von verschiedenen Busunternehmen wie Regiobus, Postauto und eben den VBSG bedient worden. «Da ist es nur schlüssig, dass die St. Galler Verkehrsbetriebe so Passagiere an andere Unternehmen verloren haben», sagt Patrick Ruggli.

Zudem sei es denkbar, dass wegen der veränderten Situation in diesem Zeitraum auch mehr Personen den Weg in die Innenstadt zu Fuss zurückgelegt haben. «Das sind aber alles Spekulationen. Und diese wollen wir in Zukunft vermeiden, in dem wir aussagekräftige Daten aller ÖV-Anbieter sammeln und auswerten.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.