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Fällt Stadtlesen ins Wasser?

Seit gestern findet auf dem Gallusplatz zum vierten Mal das Stadtlesen statt. Dem Regen wird mit wetterfesten Büchertürmen und zweckentfremdeten Sonnenschirmen getrotzt.
Urs Voegeli
Gestern nachmittag auf dem Gallusplatz: Stadtlesen im Dauerregen. (Bild: Michel Canonica)

Gestern nachmittag auf dem Gallusplatz: Stadtlesen im Dauerregen. (Bild: Michel Canonica)

Jean Philippe Toussaints Huldigung an den Fussball von 2015 oder die im gleichen Jahr erschienene Biographie «Attila: Der Schrecken der Welt» von Klaus Rosen? Was immer das Leserherz begehrt, steht seit gestern morgen in Büchertürmen zum Schmökern auf dem Gallusplatz bereit. Über 3000 Bände aus den Programmen von 90 Verlagen werden St. Galler Leseratten angeboten. Bis Sonntag kann täglich von 9 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit gelesen werden.

Bücher vor Regen schützen

Droht, angesichts des offenbar nicht enden wollenden Regens, der Anlass sprichwörtlich ins Wasser zu fallen? Die Frage, ob die Organisatoren auch schon Erfahrungen mit Regen gemacht hätten, beantwortet Tourbegleiterin Angelika Blasl mit: «Ja, leider!» Allerdings seien meist doch Leute gekommen, welche dem Nass von oben getrotzt und sich ein trockenes Plätzchen gesucht hätten. Wetterfesten Leseratten rät Blasl, einfach die Sonnenschirme der Aktion zu zweckentfremden. Die Sitzsäcke seien sowieso wetterfest und könnten in Regenpausen getrocknet werden. Der «Readers Corner» mit Stoffsitzen und Holzstühlen könnte auch als Unterschlupf dienen. Er steht, wie die durch Rollläden geschützten Büchertürme, unter einem Dach. Aber auch wenn das Wetter nicht immer mitspielt, soll der Anlass «analog» bleiben. Denn es gehe um die «haptische» Erfahrung des Lesens, das «Greifen des Buches» und «Rascheln der Seiten», was E-Books gemäss Blasl nicht bieten können.

Anna Stern als Highlight

Heute Freitag findet im Rahmen des Stadtlesens der «Integrationslesetag» statt. Migrantinnen und Migranten lesen aus selber in ihren Muttersprachen verfassten Texten. Morgen Samstag, 15 bis 17 Uhr, lesen vier Autorinnen und Autoren des «Literaturnetz Ostschweiz» aus aktuellen Texten.

Im anschliessenden «bibliophilen Highlight» liest Anna Stern aus ihrem aktuellen Roman «Der Gutachter». Er handelt vom Verschwinden eines Mannes, der den ökologischen Zustand eines Sees beurteilen sollte. Das 2014 verfasste Début «Schneestill» der Rorschacherin wurde in der NZZ für «eindringliche Bilder und melancholische» Stimmungen gelobt.

Am Sonntag dann findet das St. Galler Stadtlesen mit dem «Familienlesetag» für Kinder und Eltern seinen Abschluss.

www.stadtlesen.com

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