Fachstelle wird definitiv unterstützt

Die Gemeindenahe Palliative Care Stadt St. Gallen soll nach den ersten drei Probejahren weiterhin unterstützt werden. Der Beitrag wird aber nicht erhöht.

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Unheilbar kranke und leidende Menschen ganzheitlich und professionell bis zum Tode zu begleiten ist der Sinn von Palliative Care. Seit zwei Jahren unterstützt die Stadt St. Gallen die Fach- und Koordinationsstelle Gemeindenahe Palliative Care Stadt St. Gallen mit einem jährlichen Beitrag von 53 000 Franken. Zuvor wurde die Stelle im Wesentlichen ehrenamtlich geführt und punktuell von der Stadt unterstützt. Nun beantragt der Stadtrat dem Parlament, den jährlichen Beitrag ins Budget aufzunehmen. Von einer Erhöhung des Beitrages sieht der Stadtrat aber vorerst ab.

In der Vorlage ans Stadtparlament schreibt der Stadtrat, dass eine bürgernahe Grundversorgung mit Leistungen der Palliative Care nur gelingen kann, wenn sowohl die ehrenamtlichen als auch die professionellen Kräfte mit eingebunden würden. Das habe sich in der Aufbau- und Startphase der Fach- und Koordinationsstelle gezeigt. Diese Erkenntnis stützt er auf den Evaluationsbericht der Trägerschaft.

In den ersten Jahren der Fach- und Koordinationsstelle seien bereits wichtige Wegmarken erreicht. Das Fazit des Evaluationsberichts sei eindeutig: Wenn die Entwicklung in der Gemeindenahen Palliative Care weitergehen soll, sei die Fachstellenarbeit weiterhin notwendig.

Bei Bedarf wird der Betrag erhöht

Was allerdings die Höhe der Abgeltung betrifft, argumentiert die Trägerschaft mit ungenügenden Entwicklungsmöglichkeiten und künftigem Mehrbedarf, so etwa bei Mietkosten und Lohn. Im Evaluationsbericht beantragt die Trägerschaft daher eine Erhöhung des jährlichen Beitrages um 12 000 Franken auf 65 000Franken. Der Stadtrat hingegen kommt zum Schluss, dass ein zusätzlicher Mittelbedarf derzeit nicht ausgewiesen sei. Sollten die Mehrkosten effektiv eintreten, könne die Trägerschaft jederzeit wieder einen Antrag an die Stadt stellen. Die Direktion Soziales und Sicherheit wird im nächsten Jahr eine sozialpolitische Standortbestimmung über den gesamten Alters- und Gesundheitsbereich vornehmen und in der Folge eine umfassende Versorgungsstrategie entwickeln. Die Thematik der Palliative Care wird in diesem Zusammenhang wieder aufgegriffen, schreibt der Stadtrat in seiner Vorlage. (rsp)