Fachhochschule verteilt 179 Diplome

Wenn er einen Begriff wählen müsste, um das Studium zusammenzufassen, dann sei das «Wachstum» – passend für die Studienrichtung Betriebsökonomie. Damit erwähnte der Bachelor-Diplomand Kevin Clavien explizit den Begriff, unter welchem alle Reden standen.

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Wenn er einen Begriff wählen müsste, um das Studium zusammenzufassen, dann sei das «Wachstum» – passend für die Studienrichtung Betriebsökonomie. Damit erwähnte der Bachelor-Diplomand Kevin Clavien explizit den Begriff, unter welchem alle Reden standen. An der Diplomfeier des Fachbereichs Wirtschaft der Fachhochschule (FHS) St. Gallen blickten die Redner vor knapp 800 Gästen auf das Wachstum der vergangenen Jahre zurück.

Rucksack gefüllt

Es sei für die Studierenden gut, bestätigte Sibylle Minder Hochreutener, Prorektorin und Leiterin des Fachbereichs Wirtschaft, dass sie nicht mehr dieselben Personen seien wie zu Beginn des Studiums: «Sie haben ihren Rucksack gefüllt und ihr Repertoire erweitert.» In diesem Jahr erhielten gesamthaft 179 Studierende, davon 43 Frauen, ein Diplom in Betriebsökonomie. 149 davon auf Bachelor-, 26 auf Masterstufe. Vier Personen schlossen einen Master in Wirtschaftsinformatik ab.

Analog bleiben

Eine Festrede mit Schalk hielt Pierin Vincenz, CEO der Raiffeisen Gruppe. Den Diplomandinnen und Diplomanden gab er mit, nicht nur die Risiken, sondern auch die Chancen zu sehen, sich frischen Wind um die Nase wehen zu lassen und analog zu bleiben. Jeder Erfolg von heute sei früher einmal ein Risiko gewesen. Die Gemeinde Andiast sei zwar der schönste Ort der Welt, aber in Andiast geboren zu sein, dort aufzuwachsen und die Ausbildung zu machen, sei irgendwann genug. Er habe zwar ein schönes Büro, sei aber viel lieber bei den Leuten und im direkten Kontakt mit diesen.

Mit Ecken und Kanten

Dass mit dem Empfang des Diploms das eigene Wachstum nicht abgeschlossen sein muss, sagte Sebastian Wörwag, Rektor der FHS St. Gallen: «Nehmen Sie sich die Freiheit zu dem zu werden, das Sie sein können.» Dafür hätten die Absolvierenden ein Leben lang Zeit. Er appellierte auch dafür, dass sie sich die Freiheit nehmen, starke Persönlichkeiten mit eigenen Meinungen und Ecken und Kanten zu sein.

Nicht nur den Diplomanden wurde gratuliert, auch den Angehörigen. In China sei es sogar so, bemerkte Raiffeisen-CEO Vincenz, dass eigentlich nur den Angehörigen und Dozierenden gratuliert werde. Für die Studierenden sei es eine Pflicht und Ehrensache, zu bestehen.

Masterstudent Michael Born aus Abtwil sprach seinen impliziten Dank den Dozierenden aus: «Sie haben uns die Karten zugespielt und wir haben ein gutes Blatt erhalten. Jetzt liegt es an uns, zur richtigen Zeit das richtige Blatt auszuspielen, damit wir Erfolg im Beruf haben», sagte er. (pd/jmw)