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Exoten treffen auf Einheimische

Am Sonntag findet auf dem Engihof in Bernhardzell zum ersten Mal ein Hoffest statt. Betriebsleiter Stefan Krapf will den Besuchern in erster Linie seinen Hof und dessen Tiere vorstellen – und darunter sind nicht nur heimische Kühe und Hühner anzutreffen.
Manuela Bruhin
Auf Stefan Krapfs Hof leben auch exotische Tiere. Sie will er am Engihof-Fest vorstellen. (Bild: Peer Füglistaller)

Auf Stefan Krapfs Hof leben auch exotische Tiere. Sie will er am Engihof-Fest vorstellen. (Bild: Peer Füglistaller)

BERNHARDZELL. Die Augen verfolgen jeden Schritt der Besucher, aufmerksam betrachten sie das Geschehen. Kommt man ihnen zu nahe, hüpfen sie auch schon im Rekordtempo davon. Die Rede ist von Wallabys. Diese Tiere, die sich auf dem Engihof in Bernhardzell tummeln, sind hierzulande ein seltener Anblick. Hier finden – nebst den Wallabys und den heimischen Kühen, Hühnern, Katzen, Bienen, Wachteln und dem Hund – auch Strausse und Emus ein Zuhause. Kommenden Sonntag findet erstmals ein Hoffest statt. Betriebsleiter Stefan Krapf will die Besucher über sein agrotouristisches Angebot informieren.

Buntes Programm

Nebst den Ausführungen über den Hof ist es für Krapf wichtig, das Fest möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Deshalb gibt es nebst einer Hofführung eine Festwirtschaft und musikalische Unterhaltung. Von 10 bis 11 Uhr wird eine kostenlose Zumbastunde abgehalten, gefolgt von einer Tanzshow (13 Uhr). Der Spassfaktor steht beim Engihof-Quiz und Kuhfladenlotto im Vordergrund. «Unser Ziel ist es, das Hoffest künftig jährlich zu veranstalten», sagt Krapf.

Auf der Straussenfarm gelernt

Als Stefan Krapf den elterlichen Hof vor zwei Jahren übernahm, war für ihn klar, dass er nebst den Kühen und Hühnern exotischere Tiere ansiedeln will. «Immer nur melken wäre für mich auf Dauer zu eintönig», sagt der 29-Jährige. Im Agrotourismus, welchen er stetig weiter ausbaut, findet er bis heute grosse Abwechslung und Befriedigung. Das Interesse an Straussen fand seinen Ursprung in der Lehrzeit, welche er bei der Straussenfarm in Mörschwil absolvierte. «Es sind ganz spezielle Tiere, die mich nach wie vor faszinieren», so Krapf. Das gefragte Fleisch vermarktet er selber. Seit vergangenem Herbst besitzt Krapf zudem drei Wallabys, weitere sollen folgen. Die Pflege und die Errichtung des Geheges beschreibt der Bernhardzeller zwar als aufwendig. Für die Haltung von Wallabys, die zur Familie der Kängurus gehören, braucht es eine spezielle Bewilligung. Trotzdem würde er sich immer wieder für die exotischen Tiere entscheiden. Viele Stunden verbringen er und seine Freundin Tamara Lengwiler bei ihnen, beobachten und füttern sie. «Die Tiere verlieren mehr und mehr ihre Scheu, sie bleiben jedoch Wildtiere», erklärt er. Trotzdem sei der Bezug zu ihnen gross.

Bald im Tipi übernachten

Dass im beschaulichen Bernhardzell ein Bauer Emus und Wallabys besitzt, ist für viele überraschend. «Einige können es kaum glauben», lacht Krapf. Die Reaktionen würden jedoch seine Entscheidung bekräftigen, die Leute seien begeistert. Interessierte können eine Hofführung buchen und sich über die Tiere informieren lassen. Auch Apéros mit regionalen Spezialitäten sowie Grillanlässe mit Fleisch vom Engihof sind möglich. Damit gibt sich Krapf jedoch noch nicht zufrieden. Er will das Angebot künftig, zusammen mit seiner Freundin, weiter ausbauen. Nebst einem grösseren Tierbestand und Hofladen plant er, Übernachtungen im Tipi anzubieten, um den Leuten eine Auszeit vom meist stressigen Alltag zu ermöglichen. Ein weiteres Ziel ist die Errichtung eines Eventraums, in dem Veranstaltungen, Tanz- und Naturgestaltungs- kurse abgehalten werden können. Auf der Homepage und über Facebook will er die Öffentlichkeit darüber informieren. «Die Ideen gehen mir nicht aus», lacht der Bernhardzeller. «Sie sind aber auch sehr zeitaufwendig. Deshalb machen wir einen Schritt nach dem anderen.»

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