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EVENT- UND KONGRESSHALLE: Neue Halle braucht neue Hotels

Die Olma-Messen treiben das Projekt für eine neue Halle über der Stadtautobahn voran. Damit wollen sie ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. Die neue Halle allein löst das Problem jedoch nicht.
David Gadze
Die Olma-Messen wollen über der Autobahn Bauland für den Neubau der Halle 1 gewinnen. Die Überdachung ist ab 2019 geplant. (Bild: Ralph Ribi)

Die Olma-Messen wollen über der Autobahn Bauland für den Neubau der Halle 1 gewinnen. Die Überdachung ist ab 2019 geplant. (Bild: Ralph Ribi)

David Gadze

david.gadze@tagblatt.ch

Über dem Ostportal des Rosenbergtunnels soll für 42 Millionen Franken ein «Deckel» entstehen, auf dem die Olma-Messen ab 2021 eine neue grosse Halle realisieren wollen (Tagblatt von gestern). Bereits im nächsten Jahr ist die Abstimmung über die Zonenplanänderung geplant. «Wir stehen bei der Wettbewerbsfähigkeit an, haben aber innerhalb des Areals keinen Platz für die Weiterentwicklung», sagte Stadtpräsident und Olma-Verwaltungsratspräsident Thomas Scheitlin am Mittwoch vor den Medien. Olma-Direktor Nicolo Paganini bezeichnete das Projekt deshalb als «räumlichen Befreiungsschlag». Mit der bestehenden Infrastruktur könne das Marktpotenzial nur noch begrenzt genutzt werden.

Zu wenige Hotelbetten und Businesshotels

Dass die Olma-Messen heute zu wenig oder nicht den Bedürfnissen entsprechenden Raum haben, ist nur ein Aspekt der Pro­blematik. Ein anderer ist, dass es in der Stadt St. Gallen zu wenige Hotelbetten gibt – und insbesondere zu wenige grössere Hotels mit mehr als 100 Zimmern, gerade im Hinblick auf grössere Kongresse, die künftig in der neuen Olma-Halle stattfinden sollen. Zwei Kongresse sind in den vergangenen Jahren genau aus diesem Grund aus der Stadt St. Gallen weggezogen. Der Ausbau im Olma-Areal bringt also wenig, wenn das Hotelangebot nicht ebenfalls ausgebaut wird. In der Vorlage für die Kongressstrategie, die das Parlament Ende November verabschiedet hat, hält der Stadtrat zwar fest, dass in den vergangenen Jahren einige neue Businesshotels entstanden sind. Doch gerade in drei «Hauptperimetern» fehlten sie: Erstens im Lerchenfeld, rund um das Startfeld-Innovationszentrum und die Empa; zweitens in der Innenstadt in der Nähe von Hauptbahnhof, Fachhochschulzentrum und Universität; und drittens im Quartier St. Fiden, in der Nähe der Olma-Messen und des Kantonsspitals.

Für die Olma-Messen wäre insbesondere ein Businesshotel in St. Fiden Gold wert. Die Stadt will das Gebiet rund um den Bahnhof in den kommenden Jahren entwickeln und neu bebauen. 2012 hat sie den SBB eine fast 19000 Quadratmeter grosse Baulandreserve nördlich der Gleise abgekauft. Was einerseits im Bahnhofareal und andererseits im erweiterten Perimeter von der Langgasse bis zur Rorschacher Strasse entstehen könnte, soll eine Planung aufzeigen, die derzeit läuft. Die Resultate sollen bis im Sommer 2017 vorliegen. «Der Standort St. Fiden ist gut geeignet für ein Hotel», sagt auch Florian Kessler, Leiter des Stadtplanungsamts. Die Planung werde zeigen, wo welche Nutzungen möglich sein sollen und ob ein Businesshotel im Bahnhofareal oder etwas weiter entfernt liegen könnte. Nebst dem Grundstück der Stadt beim Bahnhof gebe es weitere Grundstücke im ganzen Perimeter, die in Frage kämen. Wichtig sei insbesondere eine gute Erschliessung.

Stadt führt Gespräche mit möglichen Hotelbetreibern

Die Stadt führe Gespräche mit potenziellen Betreibern und Investoren neuer Businesshotels, bestätigt Isabel Schorer, Leiterin der Standortförderung. Um wen es sich handelt, will sie nicht verraten. Es gebe «verschiedene Interessenten». Wie viele zusätzliche Hotelbetten es insgesamt in St. Gallen braucht, könne sie jedoch nicht sagen. Deren Zahl sei nicht allein massgebend. «Für Kongressveranstalter ist ein grosses Hotel mit 200 Betten attraktiver als zehn kleine mit je 20 Betten.» Isabel Schorer gibt sich zuversichtlich, schon bald erste Ergebnisse der Verhandlungen präsentieren zu können: «Wir setzen alles daran, dass schon in wenigen Jahren weitere Hotelbetten für Kongressteilnehmer zur Verfügung stehen.»

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