Espresso schwarz zum Mitnehmen

Büro-Tasse

Elina Grünert
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Stadtpräsident Thomas Scheitlin ist oft an Sitzungen, im Parlament oder an öffentlichen Veranstaltungen. Daher ist er selten in ­seinem Büro. So kommt es auch, dass er keine eigene Tasse hat. Der Espresso ohne Rahm und Zucker wird ihm dort aus einer schlichten weissen Tasse serviert. Im elften Stock des ­Rathauses gibt es einen Kaffeetisch, wo alle anwesenden Mitarbeiter die Pause abhalten. Da sei er manchmal auch dabei, sagt Scheitlin. Am meisten Kaffee trinke er aber während Sitzungen auswärts. Dort gebe es keine Kaffeepausen im klassischen Sinne.

 

Das Kaffeetrinken gehöre zur Willkommenskultur, sagt Scheitlin. «Wenn jemand zu mir ins Büro kommt, biete ich ihm immer etwas zu trinken an.» Für ihn gehöre das zum Gastgebersein und schaffe eine gute Basis für Gespräche. Oft gebe es auch geschäftliche Termine, welche mit Essen und Trinken verbunden werden. Hier unterscheidet er den Business-Lunch und die «Sitzung mit Sandwich». ­Ersterer diene vor allem als ­Gedankenaustausch. Diese Art von Gespräch habe eine lange Tradi­-tion: «Im Gegensatz zu früher trinkt man mittler- weile keinen Alkohol mehr dazu», sagt Scheitlin. Die «Sitzung mit Sandwich» sei heutzutage jedoch am häufigsten. Findet sich im Terminkalender nur am Mittag Zeit, esse man während der Sitzung etwas Kleines. Diese Kombination von Essen und Beruflichem sei vor allem aus Zeitmangel entstanden.

Die Sommerferien verbringt Thomas Scheitlin in St. Gallen. «An Regentagen bin ich im Büro, und bei Sonnenschein erkunde ich die nähere Umgebung mit dem Mountainbike.» Während dieser Zeit sei er nur sehr unregelmässig im Rathaus anzutreffen. «Ich geniesse diese Zeit, da ich viel weniger E-Mails zu beantworten habe und an weniger Sitzungen teilnehmen muss», sagt der Stadtpräsident. Dafür gibt’s in dieser Zeit aber auch weniger Espressi.

 

Elina Grünert

stadtredaktion@tagblatt.ch