Es trotz Regen krachen lassen

Ist das Wetter schlecht, wird weniger Feuerwerk für den 1. August gekauft. Könnte man meinen. Eine Umfrage bei verschiedenen Feuerwerksverkäufern in der Stadt zeigt, dass das nur teilweise stimmt.

Michel Burtscher
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Der Zollibolli hat bisher weniger Feuerwerk verkauft als letztes Jahr. (Bild: Michel Burtscher)

Der Zollibolli hat bisher weniger Feuerwerk verkauft als letztes Jahr. (Bild: Michel Burtscher)

Für viele Leute gehört es einfach zum 1. August: das Feuerwerk. Seit einigen Tagen können an verschiedenen Orten in der Stadt Vulkane, Raketen und Böller gekauft werden. Während dieser Zeit hat es jedoch meist geregnet. Schlägt das schlechte Wetter auf die Verkaufszahlen?

Regen ist gut und schlecht

Im Vergleich zu anderen Jahren habe man bisher merklich weniger verkauft, sagt Markus Eugster vom Zollibolli. «Wenn es regnet, haben die Menschen keine Lust, draussen am Stand Feuerwerk zu kaufen.» Das merke man: Sobald es aufhöre zu regnen, kämen die Kunden.

Auch bei Coop City kann man Feuerwerk kaufen, dort sieht es jedoch anders aus. «Die Umsätze sind bisher etwa gleich wie im vergangenen Jahr», sagt Priska Vetsch von Coop. Das Wetter habe sich nicht negativ ausgewirkt. Ähnlich tönt es bei der Hobby und Modellbau Frei GmbH an der Zürcher Strasse. «Bisher hatte das schlechte Wetter keinen Einfluss auf die Verkaufszahlen», sagt Daniel Breu. Regne es jedoch die kommenden zwei Tage weiterhin, werde man das wahrscheinlich schon spüren. «Eigentlich ist es uns sogar recht, wenn es vor dem 1. August nicht zu trocken ist», sagt er. Dann sei die Brandgefahr kleiner, und es werde nicht über ein Feuerwerkverbot diskutiert.

Auch in der St. Galler Jumbo-Filiale ist bisher etwa gleich viel Feuerwerk wie im vergangenen Jahr verkauft worden. Schweizweit sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr sogar rund 20 Prozent höher, sagt Daniel Hofmann, der stellvertretende Mediensprecher. Diese Steigerung führt er darauf zurück, dass die Wetteraussichten für den 1. August bisher nicht so schlecht sind. Zudem müsse man dieses Jahr keine Angst haben, dass es zu trocken sei, um Feuerwerke zu zünden.

Weniger Raketen, mehr Vulkane

In einem sind sich alle befragten Personen einig: Die wichtigsten Verkaufstage kommen erst noch. Darum hoffen sie auf besseres Wetter und viele Kunden. Und wenn diese kommen, dann kaufen sie vor allem Vulkane und kleinere Feuerwerksbatterien, weiss Markus Eugster vom Zollibolli. Raketen würden heutzutage weniger verkauft. «Viele Leute mögen es nicht mehr so laut», sagt er. Für morgen abend werden im Moment stellenweise Gewitter vorhergesagt. Wer dann also Feuerwerk anzünden möchte, sollte sicherheitshalber den Regenschutz bereithalten.

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