«Es stinkt nach Kuhmist!»

ST.GALLEN. Auf die grosse Hitze folgte der grosse Regen. Besserung ist aufs OpenAir-Wochenende nicht in Sicht. Noch sind die Wiesen im Sittertobel grün, doch die Schlammschlacht ist vorprogrammiert.

Sarah Schmalz
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Helfer versinken auf dem OpenAir-Gelände im Schlamm. Den Besuchern wird's am Wochenende wohl nicht anders gehen. (Bild: Ralph Ribi)

Helfer versinken auf dem OpenAir-Gelände im Schlamm. Den Besuchern wird's am Wochenende wohl nicht anders gehen. (Bild: Ralph Ribi)

Der Schnitzelbrot-Stand wird angeliefert. Das Häuschen schlickert über wackelig-rutschige Platten, gesteuert von einem Traktor, der im Schritttempo Kurs auf die OpenAir-Wiese nimmt. Seine Riesen-Pneus versinken zentimetertief im Schlamm. «Normale Fahrzeuge würden sofort steckenbleiben. Es geht nur noch mit Traktoren», sagt eine Helferin.

Den Ruf nicht verlieren

Gerade regnet es nicht im Sittertobel. Ein paar Stunden später wird es wieder wie aus Eimern giessen. Nach dem sintflutartigen Regen von Anfang Juni stehen die Wiesen zum zweitenmal unter Wasser. «Die Wahrscheinlichkeit, dass es während der Aufbauarbeiten einmal so richtig <kübelt>, ist gross», sagt ein junger Helfer, der mit seinen Gummistiefeln knietief im Matsch steht. «Dieses Jahr regnet es halt immer wieder.» Der Boden habe trotz der zwischenzeitlichen Hitzetage nie ganz austrocknen können, ergänzt seine Kollegin. Die beiden sind mit Schaufeln ausgerüstet. «Hier ist alles eingesoffen», sagt sie. Ein Lastwagen sei in die Wiese gefahren. «Wir versuchen, das Loch wieder einigermassen zu flicken.»

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Die Vorfreude aufs Festival ist bei den beiden ungetrübt: «Wir brauchen hier wieder mal ne richtige Schlammschlacht. Sonst verliert das St.Galler OpenAir am Ende noch seinen Ruf.»

Eine zeternde Deutsche, die über den langen «Platten-Weg» nahe der Hauptbühne tapst, teilt diese Begeisterung offensichtlich nicht: «Wuäääh, hier stinkt's nach Kuhmist!», beklagt sie sich lautstark. Wo sie recht hat, hat sie recht. Es liegt schon eine leicht Gülle-Duftnote über dem Festivalgelände. Wie es am Sonntagabend im Sittertobel riechen wird, es lässt sich an diesem Dienstag bereits erahnen.

«Die Wiesen sind recht grün»

Bauchef Mica Frei hat zwei Tage vor dem OpenAir alle Hände voll zu tun. «Hier ein Wünschli, da ein Wünschli», sagt er. Nachdem die groben Sachen stünden, zeige sich nun überall, was noch fehle. Der Schlussspurt bringt den Routinier ebenso wenig aus der Ruhe wie die Wetterlage. «Noch sind die die Wiesen recht grün», sagt er. Und als Aufbau-Chef sei genau dies seine Aufgabe: «Die Besucher sollen beim Ankommen ein schönes Gelände vorfinden.» Zum Abschluss der Aufbauarbeiten würde deshalb nochmals Wasser aus den Wiesen gepumpt.

Dass es bei anhaltendem Regen für die Wiesen nicht gut aussieht, will Frei aber nicht abstreiten. Zehn Zentimeter Schlamm prognostiziert der Bauchef, «wenn der angekündigte Regen kommt». Doch des OpenAir sei nun mal eine Outdoor-Veranstaltung. «Dass mir bloss keine mit Stöckelschuhen kommt.»