Es städtelet in Mörschwil

Der «Freihof» wird abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Mit diesem Entscheid machen die Mörschwilerinnen und Mörschwiler endlich Nägel mit Köpfen.

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Der «Freihof» wird abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Mit diesem Entscheid machen die Mörschwilerinnen und Mörschwiler endlich Nägel mit Köpfen.

Bereits an der Bürgerversammlung im Jahr 2007 hatten sie den Abbruch des ehemaligen Restaurants Freihof in der Dorfmitte beschlossen. Allerdings stellten sich damals das kantonale Baudepartement und das Verwaltungsgericht gegen den ersatzlosen Abbruch.

Inzwischen liegt eine geeignete Variante vor. Für 3,3 Millionen Franken soll ein zurückversetzter Neubau mit Wohnungen entstehen, dessen Baukörper dem heutigen «Freihof» entspricht. Im selben Zuge wird die Strasse verbreitert, und auf beiden Seiten werden Trottoirs angelegt.

Damit ist jener städtebauliche Trend nun auch in Mörschwil angekommen, welcher die Qualität eines Neubauprojekts – Stichwort Villa Wiesental in der Stadt St. Gallen – über den Erhalt eines historischen Gebäudes stellt.

Allerdings mag dabei die Frage aufkommen, wer an der diesjährigen Mörschwiler Bürgerversammlung denn für den Abbruch gestimmt hat. Es waren zweifelsohne nicht jene Bürgerinnen und Bürger, die am Montag mit eindringlichen Wortmeldungen versuchten, die positiven Erinnerungen an das ehemalige Restaurant Freihof zu wecken und sich für den Erhalt des historischen Ensembles «Adler», «Ochsen», «Freihof» und Kirche einsetzten.

Den Abbruch möglich gemacht haben vielmehr jene, die vor allem wegen Mörschwils attraktiver Lage und des Steuerfusses in den vergangenen Jahren zugezogen sind. Ja, selbst an Mörschwil geht die Zeit nicht spurlos vorbei.

Nina Rudnicki

nina.rudnicki@tagblatt.ch

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