Es hat Modotti-Plakate

Dass die Stadt das Ausstellungsplakat der nackten Tina Modotti zensuriert hatte, stellte sich für das Museum im Nachhinein als ein Glücksfall heraus. Die Ausstellung war äusserst erfolgreich.

Drucken
Teilen

Dass die Stadt das Ausstellungsplakat der nackten Tina Modotti zensuriert hatte, stellte sich für das Museum im Nachhinein als ein Glücksfall heraus. Die Ausstellung war äusserst erfolgreich.

Der Stadt war das ursprüngliche Plakat mit der Totalansicht der nackten Fotografin zu anstössig. Daher musste das Museum ein zweites Plakat mit einem diskreteren Akt drucken lassen. Das erste Plakat wurde so aber zu einem begehrten Sammelobjekt. Es habe sogar Wartelisten dafür gegeben, sagt Kuratorin Isabella Studer. Für die Finissage vom Sonntag hat Studer noch einmal nachdrucken lassen. Gesamthaft 30 Stück, acht seien schon vergeben.

Es handelt sich dabei nicht mehr um einen hochwertigen Siebdruck, sondern um einen digitalen Druck. «Der Laie merkt den Unterschied aber nicht», versichert Studer. Aufgrund der minimalen Auflage, war die Herstellung teurer. Das schlägt sich auf den Preis nieder: Die letzten Plakate kosten jetzt 25 Franken das Stück. (rsp)