Es geht wieder normal vorwärts

ARBON. Monatelang hatte ein grober und kostspieliger Bauschaden die Arbeiten bei der Sporthalle lahmgelegt. Der Betonboden ist inzwischen saniert. Jetzt kann weitergebaut werden. Ende Monat soll das Dach aufgesetzt sein und die Hülle stehen.

Max Eichenberger
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Der Blick von oben zeigt, dass der Sporthallenbau vorankommt: Die Oblichter sind aufgesetzt. Links das Bildungszentrum Arbon, im Hintergrund die alte Sporthalle Stacherholz. (Bild: Max Eichenberger)

Der Blick von oben zeigt, dass der Sporthallenbau vorankommt: Die Oblichter sind aufgesetzt. Links das Bildungszentrum Arbon, im Hintergrund die alte Sporthalle Stacherholz. (Bild: Max Eichenberger)

Letzten Sommer hatte sich der Betonboden wegen ungenügender Verankerung und des Grundwasserdrucks gewölbt. Ein Planungsfehler war die Ursache. Die Nagelprobe, ob der sanierte Betonboden den Auftriebskräften standhält und die Wanne dicht ist, soll nächstens erfolgen.

Sobald der Beton genügend ausgetrocknet ist, wird der Grundwasserspiegel künstlich angehoben und werden allfällige Ritzen dann wasserdicht geschlossen – ein normales Verfahren bei Neubauten, sagt Hanspeter Keller, Präsident der Sekundarschule Arbon (SSG) und Vertreter der Bauherrschaft. Böse Überraschungen werde es keine mehr geben, sind SSG und Bauspezialist überzeugt.

Endlich im normalen Fahrplan

Nach der Abnahme wird die zehnjährige Garantie zu laufen beginnen. Die Sanierung kostete eine Million Franken und hatte eine mehrmonatige Bauverzögerung zur Folge. Die Versicherung deckt die Sanierungskosten. Das Ingenieurbüro verzichtet nach dem zustande gekommenen Vergleich auf Honorare in Höhe von 50 000 Franken.

Die Sekundarschulgemeinde trägt ihrerseits Folgekosten von 150 000 Franken. Darunter fällt zum Beispiel die Miete der Roggwiler Halle, wohin Arboner Sekundarschüler länger als geplant ausweichen müssen. Diese Kosten sind ins Budget 2013 aufgenommen worden. Froh darüber, dass es auf der Baustelle wieder vorwärts geht, sind nicht nur die Vereine und Berufsschüler als künftige Nutzer der Halle.

Auch Hanspeter Keller kann endlich aufatmen: «Jetzt wird am Dach gearbeitet. In der zweiten Monatshälfte werden dann parallel die Fenster eingebaut, so dass Ende Februar die Hülle der Sporthalle dicht sein wird und anschliessend der Innenausbau vorangetrieben werden kann.»

36 Oblichter aufgesetzt

32 Meter lange Stahlträger überspannen die Halle. Zwischen den Hauptträgern sind Träger eingespannt. Zusammen bilden sie das Dachgerippe. Gestern sind die letzten der 36 bei der Frauenfelder Tuchschmid AG vorgefertigten Oblichter mit dem Baukran auf die Dachträger gehievt und montiert worden. Als Absturzsicherung werden nächste Woche Netze unter die Konstruktion gespannt und die Trapezbleche montiert. Über die Elemente der Lärm- und Wärmedämmung kommt dann nochmals eine Blechschicht, darauf schliesslich die Begrünung. Keller zufolge wird der Unterlagsboden eingebaut, sobald die Bauhülle dicht ist und witterungsunabhängig gearbeitet werden kann. Nach einer längeren Trocknungszeit beginnt dann im Frühling der eigentliche Innenausbau. Nach den Sommerferien soll die Sporthalle bezugsbereit sein. Je zu rund einem Drittel wird sie genutzt von der Sekundarschule, dem Bildungszentrum Arbon und den Sportvereinen. Entsprechend leisten der Kanton und die Stadt Investitionsbeiträge.