Es fliegt kein Pferd über die Offa

Vom 9. bis 13. April findet die 38. Offa statt. An der diesjährigen Messe stellt auch der Grosstierrettungsdienst seine Arbeit vor. Ein fliegendes Pferd gibt es aber doch nicht zu sehen.

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«Ein Skandal zum Gaudi der Zuschauer» und «total unnötig»: Die Ankündigung, dass während der Offa jeden Tag ein Pferd per Helikopter aus der Arena geborgen werden soll, um die Arbeit des Grosstierrettungsdienstes zu demonstrieren, hat teils heftige Reaktionen ausgelöst. Bei der Ankündigung handelt es sich allerdings um ein Missverständnis: «So etwas war zu keinem Zeitpunkt geplant und wird auch nicht gemacht», sagt Marcel Schälli, Präsident der Offa-Pferdemesse. «Eine Helikopterrettung zu Demonstrationszwecken durchzuführen, wäre unsinnig und würden wir nie zulassen, weil es für das Pferd nicht zumutbar wäre.»

Ein Trainingspferd im Einsatz

Zwar werde die fachgerechte Bergung eines Pferdes in der Arena gezeigt. Allerdings die sogenannte Horizontalbergung: Ein Pferd wird dabei laut Schälli in ein spezielles Bergungsgeschirr eingepackt und abtransportiert, in diesem Sinne also gerettet. Bei den Vorführungen, sie finden jeweils nachmittags statt, steht immer das gleiche Tier im Einsatz. Es ist speziell dafür ausgebildet, gehört einem Mitglied des Grosstierrettungsdienstes und ist quasi das Trainingspferd der Organisation. «Es käme auch nicht in Frage, das mit irgendeinem anderen Pferd zu machen», sagt der Pferdemesse-Präsident. Das Tier, das zum Einsatz komme, werde zu keinem Zeitpunkt psychischen Belastungen oder Stress ausgesetzt.

Zeigen, was der Dienst tut

Ziel der Demonstrationen ist laut Schälli, einem breiten Publikum die Arbeit des Grosstierrettungsdienstes näherzubringen. Die Nonprofitorganisation gibt es seit 1997. Nebst den Demonstrationen hat der Grosstierrettungsdienst an der Messe in der Zelthalle 10 einen Stand, an dem er über seine Arbeit informiert. (pd/mke)

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