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Erster Preis für Robidog-Malheur

MÖRSCHWIL. Während andere Teenager in den Ferien die Beine hochlegen, nutzt Ninian Mathis die Zeit für seine grosse Leidenschaft, das Filmemachen. Am Sonntag gewann er mit seinem neusten Werk am Ostschweizer Kurzfilmwettbewerb den ersten Preis.
Corinne Allenspach
Ninian Mathis beim Making-of seines Siegerfilms «Robi-Pflock». (Bild: Corinne Allenspach)

Ninian Mathis beim Making-of seines Siegerfilms «Robi-Pflock». (Bild: Corinne Allenspach)

Wochenlang hat Ninian Mathis das Wohnzimmer daheim in ein Filmstudio verwandelt. Er hat selbstgemachte Tiere aus Knetmasse gestaltet, Kulissen gebaut, Fotos geknipst, daraus einen Film geschnitten und ihn vertont. Jetzt wurde die Ausdauer und Kreativität des 15-Jährigen belohnt. Am Sonntagabend erhielt er für seinen Animationsfilm «Robi Pflock» am 4. Ostschweizer Kurzfilmwettbewerb den ersten Preis in der Kategorie «unter 20 Jahre».

Geld kommt aufs Sparkonto

Die Preisverleihung fand im vollen Palace in St. Gallen statt, eingereicht worden waren total 85 Bewerbungen (Tagblatt von gestern). Der gewonnene Preis macht den Mörschwiler Jungfilmer sprachlos. Stolze 1000 Franken erhält er für seinen Siegerfilm. Was er mit so viel Geld anfängt, weiss er im Moment noch nicht. «Zuerst mal auf die Bank bringen», sagt Ninian Mathis, der seit bald zwei Jahren von der Filmerei fasziniert ist.

Seither hat er es schon mehrmals an einem Filmfestival ins Finale geschafft, unter anderem mit seinem Animationsfilm «Muuh Tennis», den er im Oktober auch bei «Kultur in Mörschwil» gezeigt hat. Und dort viel Applaus vom Publikum erhielt.

Eine teils wahre Geschichte

Die Idee für «Robi Pflock» kam dem Kantischüler an der Fasnachtsunterhaltung Anfang Jahr im Adlersaal. Dort macht die Adlerbruet jedes Jahr allerhand Peinliches aus dem Dorf bekannt. So soll angeblich ein Mörschwiler Bauer seine Weide eingezäunt und den Robidog gleich integriert haben. Woraufhin alle, die ein Säckli einwarfen, vom elektrisch geladenen Zaun gezwickt wurden. Ninian Mathis stellt die Geschichte mit viel Liebe zum Detail nach. Der knapp zweiminütige Film besteht aus etwa 2000 Einzelbildern.

In letzter Minute geschafft

Wobei der 15-Jährige beim Filmen alles alleine macht. Inspirieren lässt er sich von «Wallace und Gromit» oder «Shaun das Schaf». Und präsentiert wird ein Film erst, wenn alles stimmt. «<Robi Pflock> habe ich ganz knapp, zwei Tage vor Einsendeschluss, fertig geschafft», sagt Ninian Mathis. Umso mehr freut er sich nun über seinen bisher grössten Erfolg.

Der Film ist auf YouTube zu sehen unter «RobiPFLOCK»

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