Erster Online-Polizeiposten in St.Gallen

Der erste Online-Polizeiposten der Schweiz ist am Dienstag eröffnet worden. Bei «Swiss ePolice» können künftig Velo– und Mofadiebstähle angezeigt werden, ebenso der Verlust oder Diebstahl von Kontrollschildern sowie Sachbeschädigungen. Vorerst gilt das Angebot nur für Einwohner der Kantone St.Gallen, Zürich, Bern, Zug, Freiburg und Schaffhausen.

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Im Kanton St.Gallen können nun Velodiebstähle online angezeigt werden. (Bild: Keystone)

Im Kanton St.Gallen können nun Velodiebstähle online angezeigt werden. (Bild: Keystone)

Damit können aber bereits über 40 Prozent der Schweizer Bevölkerung von ePolice profitieren, heisst es in einer Medienmitteilung der HPI (Harmonisierung der Schweizer Polizeiinformatik) vom Dienstag. Mittelfristig sollten möglichst alle Polizeikorps beim Projekt mitmachen. Die Kantonspolizei Neuenburg steigt schon Anfang März 2014 ein.

Der virtuelle Polizeiposten bringt laut HPI zwei Vorteile: Erstens können Anzeigen rund um die Uhr gemacht werden. Zweitens verringert sich für die Polizeikorps der Aufwand für die Erfassung und Bearbeitung «solcher Massengeschäfte».

Velodiebstähle und Sachbeschädigungen sind laut Kriminalstatistik die häufigsten Delikte. Allein im letzten Jahr wurden 39'682 Velos gestohlen. Ob in Zukunft noch weitere Delikte online angezeigt werden können, ist zurzeit noch offen.

«Echte» Polizeiposten bleiben bestehen
Nach einer Online-Anzeige werden die Daten an das zuständige Polizeikorps weitergeleitet. Dieses eröffnet die Fallbearbeitung. Weiterhin können in allen Kantonen Anzeigen auch auf den «echten» Polizeiposten erstattet werden.

Die Plattform ePolice ist ein erstes Projekt der HPI-Vereinbarung, welche Bund und Kantone im November 2011 verabschiedet haben. Ziel ist eine Harmonisierung der Polizeiinformatik, um vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen und neue Informatiklösungen günstiger zu entwickeln.

Die einmaligen Projektkosten für ePolice belaufen sich auf 1,5 Millionen Franken. Die jährlichen Betriebskosten liegen bei rund 430'000 Franken. Die beteiligten Kantone teilen sich die Kosten gemäss der ständigen Wohnbevölkerung. (sda)

http://www.suisse-epolice.ch