Erste Variante entspricht nicht dem Volkswillen

Nach Meinung der Interpellanten Felix Bischofberger und Felix Gemperle entspricht die von der Gemeinde Rorschacherberg favorisierte Variante für den Seeuferweg nicht dem Volkswillen.

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RORSCHACHERBERG. 2011 haben die Kantonsräte Felix Bischofberger und Felix Gemperle beim Kanton eine Interpellation eingereicht mit dem Titel «Seeuferanstoss in Neuseeland, Rolle des Kantons?». In der Antwort sei klar zum Ausdruck gekommen, dass die Regierung einem umfassenden öffentlichen Zugang zu den Ufern der st. gallischen Seen eine sehr hohe Bedeutung beimesse, schreiben die Interpellanten in ihrer Medienmitteilung.

Hauptstrasse keine Alternative

Beim öffentlichen Podium im Seerestaurant habe die Idee eines durchgehenden Seeuferweges im Bereich Neuseeland sehr grosse Unterstützung erhalten. Die Diskussion habe aufgezeigt, wie wichtig den Bewohnern aus der Region ein durchgehender Seeweg sei und dass ein Weg entlang der Hauptstrasse keine Alternative darstelle. Der Gemeinderat Rorschacherberg hat im Hinblick auf die Bürgerversammlung vier verschiedene Vorschläge ausgearbeitet. Die erste Variante schlägt einen Fuss- und Radweg entlang der Hauptstrasse vor, was aus Sicht der beiden dem Volkswillen überhaupt nicht entspricht. Die höchste Priorität habe klar der Fussweg Abschnitt Hörnlibuck bis zum Kopp-Areal.

Für Steg auf dem Wasser

«Es ist nachvollziehbar», heisst es in der Mitteilung weiter, «dass die Gemeinde einem jahrelangen Rechtsstreit mit den Anwohnern ausweichen möchte. Somit können wir den Vorschlag unterstützen, den Weg in Distanz zum Ufer zu realisieren.» Ob hingegen ein Rad- und Fussweg auf einem breiten Betonsteg aus ästhetischen und Kostengründen eine Chance hat, wagen die beiden Kantonsräte zu bezweifeln. Nach dem Motto «Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach» befürworten sie deshalb eine Steglösung auf dem Wasser für Fussgänger. «Ein solcher wäre eine touristische Attraktion, zu vernünftigen Kosten erhältlich und würde auch in die regionale Seeuferplanung passen. Damit wäre langfristig eine Naherholung für die ganze Region realisierbar.»

Die Interpellanten hoffen, dass die Bürgerschaft von Rorschacherberg der einmaligen Chance «Seeuferweg» zum Durchbruch verhelfen wird. (fge/rtl)

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