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ERSTE EINDRÜCKE: Die neue St.Galler Bahnhofhalle: Grosszügiger, luftiger, schöner

Die ehemalige Schalterhalle des Hauptbahnhofs wird am Freitag wieder eröffnet. Statt Billetts gibt es dort künftig Poulet und Sushi. Doch die Halle ist schöner als zuvor.
David Gadze
Blick in die neue St.Galler Bahnhofhalle. (Bild: Ralph Ribi)

Blick in die neue St.Galler Bahnhofhalle. (Bild: Ralph Ribi)

Bei der Neugestaltung des St.Galler Hauptbahnhofs geht eine weitere Etappe zu Ende: Am Freitag wird nach neunmonatigem Umbau die Bahnhofhalle wieder eröffnet. Neu finden sich dort zwei Gastrobetriebe – die «Chickeria» und «Yooji’s» (siehe Kasten).

Der Umbau des zwischen 1911 und 1913 erstellten Bahnhofgebäudes, das den ersten Bahnhof beim heutigen Rathaus ersetzte, dauerte rund eineinhalb Jahre. Zunächst wurde der Westflügel mit der Ladenpassage neu gestaltet. Dort befindet sich seit Februar das neue SBB-Reisezentrum mit den Billettschaltern. In der Folge wurde die Bahnhofhalle geschlossen und erneuert.

Grosszügig und luftig

Das Resultat ist gelungen: Bei der Besichtigung am Mittwochvormittag zeigte sich, dass die ehemalige Ankunftshalle durch den Umbau optisch gewonnen hat. Mit dem ursprünglichen Aussehen von vor rund 100 Jahren hat sie zwar nicht mehr viel gemein. Und doch erinnern noch einzelne Elemente daran: etwa die alte Uhr über den Türen zum Perron eins oder neu auch die grossen ringförmigen Leuchten, die an die alten Kronleuchter aus dem frühen 20. Jahrhundert angelehnt sind. Sie geben der Halle eine Grandezza, von der vor dem Umbau nichts mehr zu sehen war.

Bild: Ralph Ribi
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So sieht die frisch sanierte St.Galler Bahnhofshalle aus


Dazu tragen auch die Stuckaturen an der Decke oberhalb der Leuchten bei, die durch einen helleren Weisston hervorgehoben wurden. Zudem ist die alte Bahnhofhalle nicht mehr so vollgestopft wie zuletzt, sondern wirkt grosszügig und luftig. Wo früher Sitzbänke, Billettautomaten, Fahrpläne, Prospektständer, Werbetafeln und anderes standen, gibt es jetzt viel Freiraum. Bleibt die Halle so, ist sie schöner als vor dem Umbau.

Es sei eine Herausforderung gewesen, die «Chickeria» in das denkmalgeschützte Gebäude zu integrieren, sagt Dominik Oehler, Projektleiter Bau der Migros Ostschweiz. Beide Gastrobetriebe mussten verschiedene denkmalpflegerische Auflagen erfüllen. Eine solche waren etwa die grossen, bis an die Decke reichenden Glaswände. «Die Restaurants durften die Schönheit der Bahnhofhalle nicht stören.»

Das Bahnhofbuffet sollte in die Schalterhalle kommen

Ideen für Restaurants in der Bahnhofhalle gab es schon früher: Als diese zu Beginn der 1990er-Jahre letztmals umgebaut wurde, hätte das alte Bahnhofbuffet dort integriert werden sollen. Das Erstklassbuffet sollte über den ehemaligen Billettschaltern positioniert werden, das Zweitklassbuffet auf der gegenüberliegenden Seite, wo jetzt «Yooji’s» ist. Diese Pläne wurden jedoch nie umgesetzt. So verschwand das Bahnhofbuffet aus dem Bahnhofgebäude.
Neu gibt es auch eine direkte Verbindung zwischen der Bahnhofhalle und der Ankunftshalle. Sie steht allerdings erst in einem Monat zur Verfügung, wenn die Rathausunterführung wieder offen ist. Ausserdem wird am Freitag an der Rückseite des Bahnhofgebäudes, beim neuen Zugang vom Perron eins in die Rathausunterführung, die Toilettenanlage in Betrieb genommen.

Fisch und Huhn im Bahnhofgebäude

Am Freitag werden mit der neugestalteten Bahnhofhalle auch zwei Restaurants eröffnet: Das "Yooji’s", ein Sushi-Anbieter, und die "Chickeria", das Poulet-Restaurant der Migros, welches in St.Gallen bereits seit November 2016 am Bohl vertreten ist. Am Mittwoch haben die Verantwortlichen in der neuen "Chickeria"-Filiale ihr Konzept vorgestellt: Frisch, ausgewogen und möglichst schnell sollen Kunden ihr Essen serviert bekommen. "Das Fleisch kommt ausschliesslich aus der Schweiz", sagt Patrick Gubler, Geschäftsleiter der "Chickeria". Das Interieur der neuen Filiale, der 14. der Schweiz und der ersten in einem Bahnhof, sei aufgrund von Auflagen der Denkmalpflege farblich auf die Bahnhofhalle abgestimmt und deshalb anders als gewohnt. Unter der Woche und sonntags ist die "Chickeria" jeweils bis 22 Uhr geöffnet, freitags und samstags bis 23 Uhr. Anlässlich der Neueröffnung stiftete die Migros einen Check von 5000 Franken - die Stadt vergab ihn an die Theaterplattform Theater 111. (kas)

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