Erst in Führung, dann im Rückstand

Was anfänglich gut aussah, änderte sich in der zweiten Hälfte: Die Staader NLA-Spielerinnen verlieren gegen die Atesehir Belediye Sport aus Istanbul mit 1:4.

Drucken
Teilen

STAAD. Im diesjährigen Trainingslager stellte sich für die NLA-Frauenequipe des FC Staad bereits eine erste Frage: Wie stark sind eigentlich die Gegner? Zunächst diejenigen aus Istanbul?

Mit 1:0 in die Pause

Beim Betreten des Platzes konnte man ob der physischen Überlegenheit eine Vorahnung haben, die sich jedoch zunächst nicht bestätigte. Zwar waren die Türkinnen auch spielerisch überlegen, wirklich gefährlich wurden sie aber vorerst nicht. Im Gegenteil: Die erste richtige Möglichkeit der Partie gehörte den Seemädchen, welche sie eiskalt ausnutzten. Daniela Hutter lancierte mit einem Befreiungsschlag Laura Geering, die den Ball in den Lauf von Claudia Stilz legte. Diese scheiterte zwar aus spitzem Winkel, Sandra Aloi konnte aber den Abpraller verwerten. Zusehends kamen die Türkinnen besser in Fahrt. Zunächst konnte sich Hutter auszeichnen (27.), wenig später scheiterte eine Angreiferin mit einem Seitenfallrückzieher nur knapp. Praktisch mit dem Pausenpfiff bediente Capitaine Tamara Lareida mit einem Pass in die Tiefe die schnelle Stilz. Die Nationalspielerin legte schön auf, und beinahe hätte eine Verteidigerin ihre eigene Torfrau bezwungen. Somit blieb es beim 1:0.

Neun bittere Minuten

Nach dem Wiederanpfiff hatten die Staaderinnen die Gegnerinnen weitestgehend im Griff. Der Tabellen-Zweite der türkischen Frauenliga schien zunächst keine Mittel zu finden, die Ostschweizer Defensive zu knacken. Erst ein ruhender Ball brachte eine grosse Chance, die von Hutter zunichte gemacht wurde, der Nachschuss landete aber im Netz. Nun folgten neun bittere Minuten, in denen die Partie entschieden wurde. Eine erneute Freistoss-Flanke wurde zunächst geklärt. Eine gute Einzelaktion fand dann aber doch noch den Weg zum 1:1 ins Tor. Die Treffer bis zum 1:3 folgten sogleich. Wobei vor allem das 1:2 mittels Flugkopfball zu erwähnen ist. Kurz vor Schluss erhöhten die Türkinnen auf 1:4, was am Ende doch etwas zu hoch war. Den Staaderinnen merkte man jedenfalls die bisherigen harten Trainingseinheiten an.

Morgen Donnerstag, 31. Januar, treten die Seemädchen um 14 Uhr (MEZ) gegen den südkoreanischen Meister Daekyo Kangaroos WFC an. (Ch. W.)

Aktuelle Nachrichten