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ERÖFFNUNGSFEIER: Expo.02-Cabane für Kultur im Park bereit

Das neue Gebäude im Warteggpark in Rorschacherberg ist eröffnet. Eine der von Stararchitekt Nouvel für die Landesausstellung 2002 gestalteten Cabanes steht für Kulturanlässe und Einzelbesucher bereit.
Der grösste Appenzeller – Hannes vo Wald auf Stelzen – inszeniert die Eröffnung der Expo.02-Cabane im Warteggpark mit Fakelfeuer und dann mit Knalleffekten und viel Rauch. (Bild: Fritz Bichsel)

Der grösste Appenzeller – Hannes vo Wald auf Stelzen – inszeniert die Eröffnung der Expo.02-Cabane im Warteggpark mit Fakelfeuer und dann mit Knalleffekten und viel Rauch. (Bild: Fritz Bichsel)

Fast zehn Jahre nach der Lancierung der Idee steht die rostfarbene «Cabane H» restauriert, für Anlässe ausgestattet und über einen Steg erreichbar in der Geländemulde östlich von Schloss Wartegg. In zwei Teilen war das sieben mal fünf Meter grosse Gebäude von Murten, wo es an der Expo.02 für die Austellung der Landskirchen diente, 2008 auf Strassen nach Heiden gekommen und 2017 am grössten Helikopter in der Schweiz zwischen Bäumen im Warteggpark gelandet.

Es regnet und ist frisch. Das passt; sonst wäre kein Gebäude nötig. Die Organisatoren halten für die an diesem Sonntagmittag eintreffenden Eröffnungsgäste die Spannung aber noch aufrecht, bis sich am Nachmittag die Türe der Cabane nach 15 Jahren erstmals wieder für Besucher öffnet. Paul Preisig drückt als Präsident des Trägervereins Freude über breite Unterstützung des Projekts aus. 250000 Franken und viel Freiwilligenarbeit waren dafür nötig. Der Vereinspräsident dankt den Eigentümern von Schloss Wartegg, den Kantonen Ausserrhoden und St. Gallen, der Standortgemeinde Rorschacherberg und der Gemeinde Heiden, Kantonalkirchen und Kirchgemeinden von Goldach bis Thal, einer Reihe von Stiftungen und den vielen privaten Gönnern für ihren Beitrag. Dann inszeniert der für Feuershows bekannte grösste Appenzeller – Hannes vo Wald auf hohen Stelzen – mit Fackel, Dynamit und viel Rauch die spektakuläre Öffnung. Initiantin Monika Pearson aus Rehetobel, Architektin und Vizepräsidentin des Vereins, berichtet von jahrelanger «Odyssee», bis die in Heiden geplante und deshalb «H» genannte Cabane nach etlichen gescheiterten Versuchen im Appenzeller Vorderland schliesslich im Warteggpark in Rorschacherberg einen neuen Standort fand.

Für Schlosseigentümer Christoph Mijnssen ist die Cabane auf Wartegg «ein Wunder wie die Rettung von Schloss und Park». Wie die Kapelle und die Kirche im Park diene dieses Werk «eines der grössten Architekten unserer Zeit» der Sinnfindung – bei Kultur oder in Stille unter dem gestalteten Sternenhimmel. Eduard Hartmann vom Amt für Kultur des Kantons St. Gallen gratuliert allen Beteiligten zu einem «einzigartigen Ort für Kultur mit internationaler Ausstrahlung». Diesen werde der Kanton auch in den ersten Betriebsjahren aus dem Lotteriefonds unterstützen.

Schlüssel für jedermann und erste Kulturanlässe

Nun können Interessierte die Cabane besuchen. Der Schlüssel ist tagsüber jederzeit an der Rezeption des Schlosshotels Wartegg erhältlich. Der Trägerverein organisiert vorerst selber Anlässe und sammelt Erfahrungen auch über den ersten Winter. Ab Frühjahr 2018 können weitere Veranstalter die Cabane nutzen.

Fritz Bichsel

redaktionot

@tagblatt.ch

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