ERÖFFNUNG: Neustart in der Süd-Bar

Die Süd-Bar öffnet kommende Woche wieder ihre Türen. Unter neuer Führung setzt die Bar auf Bier, Kultur und eine familiäre Atmosphäre.

Luca Ghiselli
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Der ehemalige Baracca-Chef Ruedi Gamper und Katrin Rutz in der neuen Süd-Bar. Sie eröffnet kommenden Donnerstag. (Bild: Luca Ghiselli)

Der ehemalige Baracca-Chef Ruedi Gamper und Katrin Rutz in der neuen Süd-Bar. Sie eröffnet kommenden Donnerstag. (Bild: Luca Ghiselli)

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

«Wir renovieren die Bar.» Ein Plakat mit diesem Schriftzug hängt seit Anfang Jahr an der Fensterfront der Süd-Bar am Oberen Graben. Die Bauarbeiten im Innern sind eine Woche vor der Neueröffnung auf der Zielgeraden. Hier hat sich einiges getan: Die Wand hinter der Bar wurde mit Kupferplatten versehen, hölzerne Bierkisten dienen als Getränkeregal. In einem Teil entsteht eine kleine Bücherecke, in einem anderen eine Bühne.

Eine Bar von St. Gallern für St. Galler

Hinter den Veränderungen in der Süd-Bar stecken Ruedi Gamper und Katrin Rutz. Gamper war über sechs Jahre lang Geschäftsführer und Gesicht der Baracca-Bar an der Teufener Strasse, Rutz hat vom «Oya» über die Militärkantine und das Treppenhaus schon in zahlreichen Bars und Restaurants gearbeitet. «Das wird meine dritte Neueröffnung innert fünf Jahren», sagt Rutz. Schon beim Start der Militärkantine und im Treppenhaus in Rorschach war sie dabei. Gemeinsam mit Gamper hat sie die Süd-Bar gekauft, um «ihr eigenes Ding zu machen», wie sie sagt.

«Wir wollen eine familiäre Atmosphäre schaffen», sagt Ruedi Gamper. Neben dem normalen Barbetrieb setzen die beiden Inhaber auf kulturelle Anlässe wie Lesungen und Konzerte, aber auch auf Gemütliches wie Spieleabende. «Uns ist es wichtig, lokale Kulturschaffende miteinzubeziehen», sagt Gamper. Die Süd-Bar sieht er als Treffpunkt «von St. Gallern für St. Galler». Es stecke kein grosser Konzern hinter dem Betrieb, dafür umso mehr Herzblut und Freiraum zum Ausprobieren.

Mit Innovativem halten sich Gamper und Rutz nicht zurück. Die Raucherlounge im Neben­gebäude wird zur «Schatzkiste» umfunktioniert, wie Gamper den Raum nennt. Biere und Spirituosen aus aller Welt werden hier präsentiert. Auch ein Zapfhahn, an dem Gäste Take-away-Bier zapfen können, steht bereit. Trotz vieler Änderungen: Der Name «Süd» bleibt. «Wir haben uns zunächst überlegt, den Namen zu ändern», sagt Rutz. Doch seien sie zum Schluss gelangt, dass der Name gut passe. «Er verspricht Sommer und Wärme.»

Eröffnet wird die Bar am Donnerstag, 19 Uhr. Auf der neuen Süd-Bühne tritt dann der Appenzeller Singer/Songwriter Marius Bär auf. Am Freitag- und Samstagabend stehen weitere musikalische Veranstaltungen auf dem Programm, bevor am Sonntagabend die Lesebühne Tatwort ihre Premiere in der neuen Süd-Bar feiert.