Erneut unter den Besten

Nächste Saison will der Tischtennisclub St. Gallen den verpassten Aufstieg in die Nationalliga B nachholen. Das Team bleibt unverändert, laut den Verantwortlichen genügt es den Ansprüchen.

Stefan Kleiser
Drucken
Teilen
Michal Kubat ist einer der besten Spieler in der NLC. Der Tscheche tritt auch in der kommenden Saison für St. Gallen an. (Bild: Benjamin Manser)

Michal Kubat ist einer der besten Spieler in der NLC. Der Tscheche tritt auch in der kommenden Saison für St. Gallen an. (Bild: Benjamin Manser)

TISCHTENNIS. Höhere Gewalt habe den Aufstieg verhindert. So begründet Clubmanager Reinhard Vilic, weshalb die erste Equipe aus dem Tischtennisclub St. Gallen auch die nächste Saison in der Nationalliga C bestreiten wird. Vereinspräsident Hans-Peter Studer spricht von der «Verletzungshexe» und von «Pech». Nur ein Punkt fehlte der Mannschaft zu Rang eins. Er ging in einer der sechs Partien ohne Michal Kubat verloren.

Der Spitzenspieler riss sich am 6. Dezember, im ersten Rückrundenspiel, ein Innenband am Knie. «Im dümmsten Moment», erinnert sich Vilic. Nämlich im ersten seiner drei Einzel gegen Wil. Ohne die Siege von Kubat ging die Partie prompt 3:7 verloren. Nach der fast perfekten Vorrunde mit sechs Siegen und einem Unentschieden setzte es danach ohne Kubat weitere zwei Niederlagen in fünf Partien ab. So lag Wil letztlich vor St. Gallen.

«Es braucht einfach Zeit»

«Es war schwierig, dass ich zuschauen musste und nicht mitspielen konnte», sagt Kubat. Inzwischen besucht der 23-Jährige wieder drei- bis viermal pro Woche das Fitnessstudio, und er kehrte auch an den Tischtennistisch zurück. «Ich belaste aber noch etwas mehr das rechte Bein», analysiert er sich. Das sei mehr ein Problem im Kopf und «braucht einfach Zeit». Trotz der Verletzung sagt der Tscheche, es sei «eine schöne Saison» gewesen – und er bleibe in St. Gallen.

Auch der Verein ist sehr zufrieden mit Kubat, der im vergangenen Sommer in einem 50-Prozent-Pensum engagiert wurde. «Er hat seine Aufgaben als Spieler und als Trainer voll erfüllt und konnte auch die Nachwuchsspieler gut abholen», lobt Vilic. Der Club sei sogar bestrebt, Kubats Gehalt ein wenig zu erhöhen. Mit Kubat – mit 22:5 Siegen einer der besten Spieler der Liga – wird St. Gallen erneut ein Spitzenteam stellen. Auch Nick Rütter, Maximilian Lunzer und Johnny Riquet haben für ein weiteres Jahr zugesagt.

Präsident und Manager sagen deshalb, dass nun der Aufstieg in die NLB im nächsten Frühjahr gelingen soll. «Wir sind einfach eine Saison länger in der NLC», sagt Vilic. Das ist nicht nur schlecht. «In der NLC gibt es auch gute Spieler», urteilt Kubat. Und der A17-klassierte Rütter beginnt im Sommer eine Sportlerlehre bei Bühler in Uzwil. Für ihn werde sich einiges ändern, sagt Vilic. Wie der Jugendliche damit umgeht, wird sich weisen. «Natürlich hätte Rütter in der NLB stärkere Gegner. Er hat in der NLC aber auch Spiele verloren», sagt Vilic. In der tieferen Liga kann Rütter zum Leader reifen. Die NLC sei «noch okay» für den Jungen, glaubt auch Kubat. «Er kann da noch besser sein.»

Fördertraining mit Wil

Auch Kubat könne sich noch weiterentwickeln, glaubt Vilic. Er möchte ihn und Rütter daher öfter mit guten Trainingspartnern trainieren lassen. Schon vergangene Saison waren regelmässig Spieler aus Wil zu Gast. Nun soll die Trainings-Kooperation ausgebaut werden. Ansonsten bleibt alles wie gehabt. Auch im Falle eines Aufstiegs müsse man nicht viel verändern, glaubt Studer. «Mit dieser Mannschaft könnten wir in der NLB den Ligaerhalt schaffen.» Und den Aufstieg dorthin sowieso.

Aktuelle Nachrichten