Ermittler gehen den Hinweisen zur Bluttat nach

Gestern vor einer Woche ist an der Webergasse im Stadtzentrum der 42jährige kosovarische Bauarbeiter Spahiu Haki erschossen worden. Roman Dobler, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, erklärt, wo die Ermittlungen im Tötungsdelikt stehen.

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Roman Dobler Mediensprecher Staatsanwaltschaft St. Gallen (Bild: pd)

Roman Dobler Mediensprecher Staatsanwaltschaft St. Gallen (Bild: pd)

Gestern vor einer Woche ist an der Webergasse im Stadtzentrum der 42jährige kosovarische Bauarbeiter Spahiu Haki erschossen worden. Roman Dobler, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, erklärt, wo die Ermittlungen im Tötungsdelikt stehen.

Herr Dobler, die Kommunikationshoheit im Fall der Bluttat in der Webergasse hat diese Woche von der Kantonspolizei zur Staatsanwaltschaft gewechselt. Läuft das bei einem Tötungsdelikt immer so?

Bei einem Gewaltverbrechen arbeiten Polizei und Staatsanwaltschaft von Beginn weg eng zusammen. In der Regel übernimmt die Medienstelle der Staatsanwaltschaft nach 72 Stunden die Medienarbeit.

Wo stehen die Ermittlungen heute?

Die Ermittler der Kantonspolizei werten derzeit Spuren und Hinweise aus, führen Befragungen durch, beschaffen sich Videoaufnahmen und sichten sie.

Konnten Angehörige des Opfers ausgemacht und befragt werden?

Ja, die Polizei konnte Angehörige über den Tod Hakis informieren und sie auch befragen.

Wird im Fall «Haki» eine Belohnung ausgesetzt, wie das beispielsweise beim Vierfach-Tötungsdelikt von Rupperswil gemacht wurde?

Das Ausloben von Belohnungen kommt relativ selten vor. Die Staatsanwaltschaft müsste beim kantonalen Justiz- und Sicherheitsdepartement dafür einen Antrag stellen. Im Moment ist eine Belohnung im Fall «Haki» aber noch keine Thema.

Die Bluttat auf offener Strasse im Stadtzentrum wurde vor gut einer Woche verübt. Befindet sich der Leichnam noch im Institut für Rechtsmedizin am Kantonsspital?

Der Leichnam ist bereits am Freitag vergangener Woche, also einen Tag nach dem Tötungsdelikt, freigegeben worden. (dwi)