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Erleichterung und Bedauern

Christoph Renn

ReaktionenDie Cityparking AG und die anderen Investoren haben sich aus dem Parkhaus-Projekt Schibenertor zurückgezogen. Die Tiefgarage ist damit endgültig beerdigt. Für Peter Olibet, Präsident der SP Stadt St. Gallen, ist das ein sehr erfreulicher Entscheid: «Das ist ein richtiger Schritt hin zu einer vernünftigen Verkehrspolitik in der Innenstadt», sagt er. Die Parkgarage wäre dort am falschen Ort gewesen. Ins selbe Horn stösst Helene Guillong, Geschäftsleiterin VCS St. Gallen Appenzell: «Ich freue mich, dass das Eingangstor zur Innenstadt nun doch nicht mit einem Parkhaus verbaut wird.» Für sie sei es nach dem langjährigen Bangen ein angenehmer Entscheid. «Verkehrstechnisch wäre die Tiefgarage Schibenertor an diesem Standort ein Unsinn gewesen», ergänzt sie. Den Rückzug der Investoren bedauert hingegen Marcel Aebischer, Präsident der TCS-Regionalgruppe St. Gallen und Umgebung: «Die Stadt braucht zentrumsnahe Parkmöglichkeiten», sagt er. Weil die oberirdischen Plätze auf dem Marktplatz ebenfalls aufgehoben werden sollten, habe er auf das Projekt Schibenertor gehofft. Nun müsse die Stadt dringend Ersatz suchen. «Es kann nicht sein, dass das Thema Parkplatz mit diesem Entscheid abgeschlossen ist.» Für ihn sei klar, dass in der Innenstadt immer mehr Geschäfte leer stünden, weil man das Auto nirgends mehr abstellen könne.

Zentrumsnahe Parkgaragen sollen Innenstadt beleben

Auch Roger Dornier, FDP-Stadtparlamentarier, betont die Dringlichkeit der Parkplätze: «Eine zentrumsnahe Parkgarage ist für das Gewerbe und das Leben in der Innenstadt unabdingbar», sagt er. Nach dem Scheitern der Tiefgarage Schibenertor müssten unbedingt neue Lösungen gefunden werden. Eine dieser zentrumsnahen Lösungen wäre das Parkhaus UG 25, das nur wenige hundert Meter vom Schibenertor entfernt liege. «Dieses Projekt muss nun politisch mit Nachdruck verfolgt werden», sagt Roger Dornier. Mit dem Verzicht auf das Parkhaus Schibenertor erhalte das UG25 eine stärkere Bedeutung als zuvor. Peter Olibet hofft hingegen, dass der Verzicht auf die Tiefgarage eine positive Signalwirkung hat. «Es ist ein wichtiger Schritt hin zu einem fahrzeugfreien Marktplatz.» Dort sollen die oberirdischen Parkplätze aufgehoben werden. Gegen diesen Entscheid sind jedoch noch Einsprachen hängig.

Christoph Renn

christoph.renn

@tagblatt.ch

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