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Erkenntnis und nicht Ideologie

Leserbriefe
Daniel Hungerbühler Zwinglistrasse 3, 9000 St. Gallen

Die Mobilitäts-Initiative bewegt die Gemüter und man ringt reihum nach Worten, um Überzeugungsarbeit zu leisten. Das befürwortende Lager redet gerne von linksgrüner Ideologie, die dem Entwicklungsdenken der liberalen und rechtsgerichteten Kräfte in die Quere komme. Ideologie tönt nach Dogma und festgefahrenem Denkmuster. Als flexibler, linksgrüner Geist rede ich lieber von Erkenntnis. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Gallusstadt haben vor bald zehn Jahren erkannt, dass die grobe Schrittrichtung der Verkehrsentwicklung auf so engem Raum nicht mit noch mehr motorisiertem Individualverkehr aufgefangen werden kann. Das Auto wurde aber nicht verboten, das Parkieren auch nicht. Viele Parkhäuser stehen rund ums Zentrum. Es wurden einfach einige Freiflächen eingerichtet, die das Flanieren in der Stadt erlauben. Niemand ist dagegen, dass Handwerker und Zubringer die Innenstadtgeschäfte anfahren, das Prosperieren der Läden ist allen wichtig.

Wenn die Elektroautos bald in grösserer Anzahl kommen, wie der soeben in Zürich vorgestellte Microlino, ein herziges, smartähnliches Zwei-Personen-Fahrzeug, dann gibt es bald wieder mehr Platz auf den neuralgischen Staustrassen. Dann steigt der liberal oder linksgrün denkende Stadtbewohner auf dieses Fahrzeug um und verkauft sein Diesel- oder Benzinauto. Parkplatz findet man damit leicht, haben doch gemäss Hersteller rund drei solcher Fahrzeuge auf einem herkömmlichen Parkfeld Platz. Enger aufeinander fahren können sie sicher auch. Deshalb keine Panik auf Titanic, liebe FDP, SVP und Splittergruppen der CVP. Es kommt schon gut, auch wenn eure Mobilitäts-Initiative am 4. März aller Voraussicht nach abgelehnt werden wird.

Andreas Hobi, Stadtparlamentarier Grüne, Berneggstrasse 38, 9000 St. Gallen

Nein zur Verkehrsflut

Die sogenannte Mobilitäts-Initiative ist rückständig, gefährlich, und es gilt sie vehement abzulehnen. Wer möchte, dass St. Gallen für die hier lebenden Menschen attraktiv und lebenswert bleibt, der lehnt die Stau-Initiative ab.

Die Argumente der Befürworter hören sich im ersten Moment vernünftig an: «Weil flüssiger Verkehr allen dient» oder «weil Quartiere nachhaltig zu entlasten sind». Doch sie widersprechen ganz klar dem, was diese Initiative für die Stadt St. Gallen bedeuten würde. Ein Ja würde es ermöglichen, dass der motorisierte Individualverkehr wieder ungebremst wächst. Das ist für St. Gallen nicht tragbar, denn der Platz in der Stadt ist beschränkt – und der Verkehrskollaps wäre nach Annahme des Volksbegehrens programmiert.

Die städtische Verkehrspolitik hat sich bewährt. Gemäss neusten Zahlen hat im vergangenen Jahr der motorisierte Individualverkehr auf dem innerstädtischen Strassennetz sogar um 0,5 Prozent abgenommen. Und eines gilt es auch noch klarzustellen: Niemandem wird auch nur ansatzweise das Autofahren verboten in dieser Stadt. Jeder, der Auto fahren möchte, der darf das auch.

Aber ein Ja zur Stau-Initiative hätte katastrophale Folgen für alle Verkehrsteilnehmer, für die Verkehrssituation und für St. Gallen als Ort zum Leben, Wohnen und Arbeiten. Stimmen wir am 4. März Nein zur Mobilitäts-Initiative!

Daniel Hungerbühler Zwinglistrasse 3, 9000 St. Gallen

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