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ERFOLGSSTORY: 7400 Teilnehmer: Der St.Galler Auffahrtslauf ist auf der Überholspur

Wenn morgen rund 7400 Teilnehmer im Kybunpark an den Start gehen, handelt es sich um eines der grössten Breitensportanlässe der Region. Der Auffahrtslauf widersetzt sich damit einem Trend.
Fredi Kurth
Schweisstreibende Erfolgsgeschichte: Der St. Galler Auffahrtslauf ist auf dem Vormarsch. (Bild: Ralph Ribi)

Schweisstreibende Erfolgsgeschichte: Der St. Galler Auffahrtslauf ist auf dem Vormarsch. (Bild: Ralph Ribi)

Fredi Kurth

stadtredaktion@tagblatt.ch

«Es wäre vermessen zu behaupten, wir hätten bei der Umsetzung unserer Idee eine solche Entwicklung erwartet», sagt Urs Brülisauer, der OK-Chef des Auffahrtslaufs. Mit 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern setzten sich die Organisatoren für die Premiere vor vier Jahren ein kühnes Ziel, nachdem der Altstadtlauf, der Vorgänger, bei seiner letzten Austragung unter das Limit von 2000 Läuferinnen und Läufern gefallen war. Morgen Donnerstag, bei der fünften Austragung, werden doppelt so viele Lauffreunde loslegen als noch 2014.

Das ist auch deshalb erstaunlich, weil die Hauptdisziplinen Halbmarathon und 10-Kilometer-Lauf über einen anspruchsvollen Parcours mit beachtlicher Höhendifferenz führen. Mag sein, dass solches Auf und Ab die Stadtsanktgaller, die auf Dreilinden, Rosenberg und im Sittertobel joggen, nicht abschreckt. «Doch vor allem der Einbezug sowohl der Innenstadt als auch der Arena im Westen der Stadt, die landschaftlich kontrastreiche Strecke und das Rahmenprogramm locken generell viele Laufenthusiasten an», sagt Brülisauer. Ebenso haben inzwischen zahlreiche auswärtige Teilnehmer dies entdeckt. Das Interesse erstreckt sich bis in die Westschweiz. Hingegen erscheinen kaum Ortschaften aus dem benachbarten Ausland auf der Startliste. In der deutschen Ausgabe von «Runner’s» ist der Auffahrtslauf im Veranstaltungskalender auch bisher nicht aufgeführt, im Gegensatz zum Gossauer Weihnachtslauf.

«Laufmarkt stagniert auf hohem Niveau»

Die St. Galler haben manchen traditionellen Veranstalter, wie zum Beispiel den Winterthurer Marathon oder den «Frauenfelder» rasch überholt. Dies unter anderem auch deshalb, weil dort rückläufige Zahlen verzeichnet werden. So erreichten etwa am Greifenseelauf, dem grössten Halbmarathon der Schweiz, im vergangenen Jahr noch 5665 Teilnehmer das Ziel. 2004 waren es noch 9476, also beinahe doppelt so viele Läufer. «Der Laufmarkt ist gesättigt und stagniert zurzeit auf hohem Niveau», sagt OK-Chef Brülisauer. «Die Zeiten, vor sechs bis sieben Jahren, da die Teilnehmerzahlen von alleine gestiegen sind, gehören der Vergangenheit an.» Dass der Auffahrtslauf einige Interessenten, die sonst am Greifensee oder in Winterthur (2015 noch 1391 Halbmarathon-Finisher, 2017 noch 895) gestartet sind, weggelockt hat, schliesst Brülisauer nicht aus.

Doch auch am Auffahrtslauf flacht die Kurve langsam ab. Die Steigerung ist diesmal ausschliesslich den kürzeren Distanzen zu verdanken, während der Halbmarathon ungefähr die gleiche Läuferzahl erreichen dürfte wie im Vorjahr. Am meisten aber freut sich der Präsident über den Aufschwung in der Walking-Kategorie von anfänglich 30 bis 40 auf nunmehr 350 «Stöckler».

Neuerungen: Drei Startblöcke mehr

Neuerungen betreffen diesmal den Halbmarathon und die 10-Kilometer-Strecke. So werden drei zusätzliche Startblöcke eingeführt, um das Feld mit Blick auf die Streckenengpässe besser dosieren zu können. Der erste Wechsel der Halbmarathonstaffel wird vom Gallusplatz auf den Roten Platz verlegt – ein Entgegenkommen gegenüber dem neuen Hauptsponsor Raiffeisen.

Nicht vorgesehen ist diesmal ein Shootingstar à la Rückwärtsläufer oder jonglierender Jogger. Das hat sich diesmal nicht ergeben, und erzwingen will der Veranstalter nichts: Die Hobbyläufer sollen immer im Vordergrund stehen. Kritik oder Missverständnisse gebe es unter den Läufern immer wieder mal, sagt Brülisauer. So in Bezug auf die Leibchen-Tragpflicht, die im Grunde keine ist. Wer das Shirt des Veranstalters anzieht, wird im Ziel mit besonderer Verpflegung und einem Tribünenticket für das FCSG-Heimspiel gegen Lausanne belohnt. Die «Verweigerer» werden aber nicht bestraft: Die nach der Anstrengung wohl verdiente Nahrung und Flüssigkeit erhalten alle.

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