Erfolgreiche «Entwicklungshilfe» im Toggenburg

WATTWIL. Mit dem Projekt «Toggenburg 2008» hat der Bund das Toggenburg mit Tourismus-Know-how, KMU-Förderung, Raumplanung sowie in der Land- und Forstwirtschaft unterstützt. Bundesrätin Doris Leuthard zog am Freitag eine positive Bilanz.

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Leuthard, der St.Galler Volkswirtschaftsdirektor Josef Keller und Hans Bütikofer als Vertreter der Region blickten an einer Medienkonferenz auf das einjährige Projekt zurück. Es habe sich gezeigt, dass die neue Regionalpolitik des Bundes gut konzipiert sei, erklärte Leuthard.

Neue Konzepte
Zu den Ergebnissen des Projekts gehören eine «Interessengruppe Agrotourismus», eine Studie zum Entwicklungspotenzial der Hotellerie, neue Konzepte für die Käseproduktion und -vermarktung oder ein «Kompetenz-Zentrum Holz».

Thematisiert wurden auch raumplanerische Fragen und eine mögliche Zusammenarbeit von Unternehmen mit der Schweizerischen Textilfachschule in Wattwil. Eine Arbeitsgruppe formulierte einen Leitfaden für KMU-Betriebe, eine andere befasste sich mit einer «Wohnstrategie Toggenburg».

Strukturschwach, aber mit Potenzial
Finanzielle Beiträge waren mit dem Projekt «Toggenburg 2008» nicht verbunden. Mit dem Toggenburg wählte der Bund eine strukturschwache Region aus, die laut Leuthard allerdings auch «ein beachtliches Potenzial» hat.

Das Toggenburg umfasst flächenmässig ein Fünftel des Kantons St.Gallen. Die Bevölkerung - rund 35000 Einwohner - nahm zwischen 1996 und 2006 um 3,6 Prozent ab. Die Steuerkraft der Region liegt deutlich unter dem kantonalen Durchschnitt. Im Tourismus verzeichnet die Region pro Jahr gut 300000 Logiernächte. (sda)

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