Erfolg kommt nicht ohne Schmerzen

Zu Gast

Fritz Heinze
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Marc Girardelli, ehemaliger Skisportstar, zu Gast am Sponsorenevent des FC Steinach. (Bild: Fritz Heinze)

Marc Girardelli, ehemaliger Skisportstar, zu Gast am Sponsorenevent des FC Steinach. (Bild: Fritz Heinze)

Mit der Einladung von Marc Girardelli, dem ehemaligen Super-Crack im Alpinen Skizirkus und fünffachen Gesamtweltcupsieger, hatte der FC Steinach an seinem Sponsorenevent eine Punktlandung geschafft. Wer erinnert sich nicht an den jungen Österreicher, der für Luxemburg startete und im Verlauf seiner Karriere Pokal um Pokal holte.

Alle Anwesenden erwarteten die spannenden Ausführungen des ehemaligen Spitzensportlers aus Österreich. Sie wurden nicht enttäuscht. Unmittelbar nach der Einführung und Begrüssung durch FC Steinachs Präsidenten Jürg Consoni begann Marc Girardelli mit einem farbenfrohen, ehrlichen und interessanten Rückblick auf seine Karriere im alpinen Skisport. Sie war nicht nur geprägt von zahlreichen Spitzenleistungen, sondern auch von Unfällen, die der Skirennfahrer verkraften musste. Er arbeitete sich dennoch wieder an die Weltspitze zurück.

Der heute 54-Jährige, noch immer voller Tatendrang und noch immer eng verbunden mit seiner doch besonderen Rennfahrerkarriere, betonte mehr als einmal, dass der Weg ganz oben aufs Treppchen nicht ohne Schmerzen zu realisieren sei und verbunden mit einem Kampf bis zum Umfallen. Er sprach über das Miniteam, das sein Vater als Trainer leitete und die Nachteile, die ihm gegenüber den gut ausgestatteten Mannschaften erwachsen waren. Mit teils unorthodoxen Methoden kämpfte er sich an die Spitzenzeiten heran, feilte an seiner Technik mit stundenlangem Studium der Videoaufnahmen des Fahrstils seiner Konkurrenten und dem Umsetzen des Gesehenen auf der Piste.

Die Frage, welchen Weg seine Karriere genommen hätte, wenn er in der Mannschaft von Österreich gefahren wäre, lässt ihn noch nicht ganz los. «Ich bin überzeugt, dass ich unter den dort herrschenden optimalen Bedingungen eine Steigerung meiner Leistungen erreicht hätte. Hinzu kommt, dass ich mich in der Mannschaft als Teamplayer bestimmt gut integriert hätte», sagte Girardelli. Im Nachgang zum Vortrag bot sich den Anwesenden im Rahmen des gemütlichen Bratwurstessens mit dem ehemaligen Supercrack noch einige Worte zu wechseln und weiter Fragen zu stellen.

Seine Premiere als Kommentator für das Schweizer Fernsehen wird Marc Girardelli im Rahmen des Alpinen Ski-Weltcups beim Riesenslalom der Männer im skandinavischen Levi am Sonntag, 12. November, bestreiten.

Fritz Heinze

redaktionot@tagblatt.ch