ERDBEBENHILFE: St. Galler Hilfe für Accumoli

Das mittelitalienische Dorf Accumoli wurde 2016 durch ein Erdbeben zerstört. Das St. Galler Komitee der Italiener im Ausland will sich mit einem Gemeinschaftszentrum am Wiederaufbau beteiligen.

Drucken
Teilen

Safrangelb soll er werden, und über eine Veranda, einen Vorplatz und Büros verfügen: Der Mehrzwecksaal soll ein Neuanfang für das vom schweren Erdbeben vergangenen August zerstörte Dorf im mittelitalienischen 700-Seelen-Dorf Accumoli sein.

Das Projekt realisieren will die St. Galler Sektion von Comites, dem Komitee der Italiener im Ausland. Die Organisation spannt mit dem Centro Culturale San Gallo und dem Verein Pro Friuli zusammen. Mit Standaktionen und Spenden konnten bereits rund 40 000 Franken gesammelt werden. Das reicht aber noch nicht. «Wir benötigen den doppelten Betrag. Deshalb sind wir weiterhin auf Spenden angewiesen», sagt Comites-Sprecher Paolo De Simeis. In Accumoli stehe bis heute kaum ein Gebäude, die Bewohner der kleinen Gemeinde im zentralen Apennin würden bis heute in Zeltbauten wohnen. «Die Dorfbewohner haben deshalb auch fast ein Jahr nach dem Erdbeben noch immer keinen Ort für Gemeinschaftsaktivität», gibt Giuseppe Palmesano von der Sozialkommission von Comites zu bedenken. Dort wolle man ansetzen und den Einheimischen einen Ort zum Verweilen bieten.

Bürgermeister war in St. Gallen zu Besuch

Sobald das Geld zusammengekommen ist, sollen die Bauarbeiten beginnen. Wann es so weit ist, ist noch ungewiss. «Am besten so schnell wie möglich, aber das liegt nicht nur in unseren Händen. Wichtig wäre, vor Wintereinbruch den Bau fertigstellen zu können», sagt Palmesano. Stefano Petrucci, der Bürgermeister von Accumoli, war im April bereits in St. Gallen zu Besuch. Er informierte über das geplante Mehrzweckgebäude und traf Regierungsrat Benedikt Würth.

«Wir sind die Bauherrschaft und geben das Projekt nicht aus der Hand. Wir lassen das Gemeinschaftszentrum bauen und schenken es dann», sagt Paolo De Simeis. Der Name des Gebäudes soll dereinst an die Hilfe aus der Ostschweiz erinnern. «San Gallo wäre ein schöner Name», sind sich die Verantwortlichen einig. (ghi)

www.comites-sangallo.ch