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ENTWICKLUNG: Wie St.Fiden künftig aussehen soll

Das Areal rund um den Bahnhof St.Fiden soll in den kommenden Jahren zu einem neuen Zentrum entwickelt werden. Gestern hat die Stadt die Pläne für die weitere Entwicklung präsentiert. Noch ist aber nichts konkret. Und es bleiben viele offene Fragen.
David Gadze
Die Testplanung des Teams KCAP zeigt, in welche Richtung es bei der Entwicklung des Gebiets St. Fiden-Heiligkreuz gehen soll. (Bild: PD/Stadt St. Gallen/Team KCAP)

Die Testplanung des Teams KCAP zeigt, in welche Richtung es bei der Entwicklung des Gebiets St. Fiden-Heiligkreuz gehen soll. (Bild: PD/Stadt St. Gallen/Team KCAP)

David Gadze

david.gadze@tagblatt.ch

Noch ist es bloss eine Zukunftsvision. Das künftige Gesicht des Gebiets St.Fiden-Heiligkreuz nimmt aber langsam Konturen an – und zwar markante: Rund um den Bahnhof soll ein neuer, urbaner Stadtteil entstehen. Beidseits der Gleise sind neue, teils voluminöse Bauten mit hoher Dichte vorgesehen. Ein konkretes Projekt gibt es noch nicht. Die Planung befindet sich immer noch auf der Konzeptebene. Doch schon in den kommenden drei bis vier Jahren sollen die Konturen geschärft sein.

In den vergangenen rund zwölf Monaten haben vier Planungsteams und das Begleitgremium in mehreren Workshops ein Zukunftsbild für das ganze Gebiet rund um den Bahnhof, das auch die angrenzenden Quartiere zwischen der Rorschacher Strasse und der Langgasse umfasst, erarbeitet. Gestern hat die Stadt die Ergebnisse dieser Testplanung vorgestellt. Stadträtin Maria Pappa und Stadtplaner Florian Kessler haben sie gestern vor den Medien vorgestellt.

Neues Quartierzentrum nördlich des Bahnhofs

Die Testplanung habe gezeigt, dass das ganze Gebiet ein hohes Entwicklungspotenzial habe, sagte Kessler. Dabei hätten sich zwei «Brennpunkte» herauskristallisiert: einerseits das Kerngebiet rund um den Bahnhof St. Fiden und andererseits das Gebiet zwischen dem Kantonsspital und der Olma (siehe Zweittext).

Die Bachstrasse soll auf beiden Seiten bebaut und mit einer «attraktiven Längsachse» aufgewertet werden. Dort, im nördlichen Teil des Kerngebiets, sind vor allem Dienstleistungs- und Zentrumsnutzungen sowie Freiräume vorgesehen. Südlich des Bahnareals, angrenzend an die bestehenden Wohn- und Gewerbegebiete, soll es eine Mischnutzung geben. Die Galerie der Autobahn soll teilweise geschlossen werden. Die SBB können sich laut Kessler vorstellen, das Betriebsareal mit dem Bahnhofgebäude für die Entwicklung freizugeben.

Die bestehenden Strukturen der angrenzenden Quartiere hingegen sollen weitgehend erhalten und gestärkt werden. «Dort sind deshalb nur punktuelle Verdichtungen geplant.»

Für die Verbindung der Quartiere sei ein «Brückenschlag» zwischen der Nord- und der Südseite des Bahnhofareals sehr wichtig, sagte Kessler. Eine Überdeckung des Bahnareals ist allerdings nicht geplant, dafür eine neue Passerelle. Die Idee eines Deckels sei zwar verlockend, es zeigten sich aber verschiedene Herausforderungen. In erster Linie finanzielle: Um die hohen Investitionen, die für eine Überdeckung der rund 50 mal 150 Meter grossen Fläche notwendig wären, zu amortisieren, brauche es eine «sehr hohe bauliche Dichte» mit Zeilenbauten mit 12 oder mehr Geschossen. Die Erfahrungen ähnlicher Projekte in der Schweiz zeigten, dass die Finanzierung solcher Vorhaben schwierig sei. Hinzu kommen technische Hindernisse. Denn die SBB brauchen für die Entwicklung des Zugverkehrs, dessen Stärkung die Stadt als sehr wichtig bezeichnet, ein stützenfreies Areal. Und nicht zuletzt würden auch städtebauliche Überlegeungen eher gegen einen Deckel sprechen, sagte Kessler. Denn die Integration eines neuen Stadtteils über dem Bahnareal ins bestehende Gebiet wäre «eine Herausforderung». Aus diesen Gründen werde der Stadtrat die Idee der Überdeckung nicht vorantreiben, wolle sich ihr aber nicht verschliessen. Im Januar treffen sich Vertreter der Stadt mit potenziellen Investoren für die künftige Bebauung. Dann würde auch die Überdeckung nochmals diskutiert, sollten die Investoren Interesse an dieser Lösung signalisieren.

Baubeginn nicht vor 2022

Die Zukunftsvision wird nun in den kommenden Monaten und Jahren konkretisiert. 2018 erfolgt die Masterplanung. Diese soll die Grundlage bilden für die weitere Entwicklung. Ab 2019 beginnen Vorprojekte für Infrastrukturen wie Strassen, Werkleitungen und Gewässer, die planungsrechtliche Umsetzung mit Sondernutzungsplänen und die Vergabe von Studienaufträgen beziehungsweise die Projektentwicklungen für Teilareale. Wie schnell gebaut wird, hängt laut Kessler von mehreren Faktoren ab, etwa von allfälligen Einsprachen. Jedenfalls sei ein Baubeginn «nicht vor 2022» realistisch.

Bei der weiteren Planung für das Areal steht die Stadt unter «Termindruck», wie Baudirektorin Maria Pappa sagte. Denn in den kommenden Jahren stehen die Sanierung der Stadtautobahn A1, die Modernisierung des Bahnhofs St.Fiden, die Umsetzung von Massnahmen aus dem Agglomerationsprogramm (etwa die neue Passerelle über das Gleisfeld) und die Altlastensanierung auf der Fläche zwischen den Gleisen und der Bachstrasse an.

www.stadtsg.ch/stfiden

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