Enttäuschende Mars-Simulation

Die 17jährige Alicja Bednarzewska aus Arbon hat an einer zweitägigen Mars-Simulation des Österreichischen Weltraum-Forums teilgenommen. Doch das Programm gestaltete sich anders als erwartet.

Katharina Brenner
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Alicja Bednarzewska Schülerin und Teilnehmerin an einer Mars-Simulation (Bild: pd)

Alicja Bednarzewska Schülerin und Teilnehmerin an einer Mars-Simulation (Bild: pd)

Sie haben in Österreich mit anderen Jugendlichen an einer Mars-Simulation teilgenommen. Was haben Sie dort erlebt?

Alicja Bednarzewska: Nach unserer Ankunft konnten wir uns umsehen. Man hat uns durch die Gebäude geführt und uns wurde erklärt, wie das Zentrum funktioniert. Wir konnten auch bei verschiedenen Experimenten zuschauen.

Welche Experimente waren das?

Bednarzewska: Wir haben eine Dusche gesehen, die nur Dampf benutzt und dadurch Wasser spart, und einen Roboter, wie er auf dem Mars herumfährt.

Das klingt ganz danach, als hätten Sie viel zugeschaut. Haben Sie auch selbst etwas ausprobiert?

Bednarzewska: Nein, es war nichts Praktisches dabei. Als ich mich beworben habe, dachte ich, dass wir bei etwas helfen dürfen, dass wir etwas zusammenbauen können oder wenigstens in einen Raumanzug schlüpfen dürfen.

Sie haben sich also nicht wie eine Astronautin gefühlt?

Bednarzewska: Sie hatten zwar einen Anzug, der war mir aber zu klein. Am nächsten an eine Simulation kam die Brille heran, durch die man eine andere Welt sieht. Die konnten aber nur zwei von sechzehn Teilnehmern anprobieren.

Konnten Sie die Brille tragen?

Bednarzewska: Nein.

Hat Ihnen das Programm mehr praktische Elemente versprochen?

Bednarzewska: Das Programm haben wir erst eine Woche vorher bekommen. Am zweiten Tag sollten wir etwas über Social-Media-Kanäle und Mediennutzung lernen. Auch da habe ich leider nicht viel mitgenommen.

Ging es den anderen auch so?

Bednarzewska: Ja. Die Mars-Simulation war eine Enttäuschung. Oft habe ich mir gedacht, dass ich das Wochenende lieber mit meinen Eltern in Innsbruck verbracht hätte. Ich hatte mir von der Simulation erhofft, Kontakte zu knüpfen mit Menschen, die in der Raumfahrt tätig sind. Dazu ist es leider nicht gekommen. Es hat leider nur für ein Foto mit zwei Astronauten gereicht.

Sie sind begeistert vom Weltall und der Raumfahrt. Das war auch der Grund, weshalb Sie sich für die Simulation beworben haben. Hat die Erfahrung in Österreich daran etwas geändert?

Bednarzewska: Nein, das nicht. Das Thema interessiert mich immer noch sehr. Ich würde einfach sagen, dass mir der Aufenthalt dort nichts gebracht hat. Es wurde zwar einiges erklärt, aber nichts, das wirklich relevant war.