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ENTHÜLLUNG: Der rote Faden der Tradition

Der 16. Mai ist der erste Termin, an dem das Kinderfest 2018 stattfinden kann. Gestern Freitag wurde jetzt einmal das Plakat dafür präsentiert. Es stammt wiederum von einem Schüler der städtischen Talentschule.
Reto Voneschen
Thomas Baumann, Roger Scherrer und Marco Huwiler (von links) bei der Checkübergabe ans Schlupfhuus. (Bild: Michael Zwimpfer)

Thomas Baumann, Roger Scherrer und Marco Huwiler (von links) bei der Checkübergabe ans Schlupfhuus. (Bild: Michael Zwimpfer)

Reto Voneschen

reto.voneschen@tagblatt.ch

Der ganze Trubel war ihm sichtlich unangenehm. Im Schulzimmer Nummer 7 im zweiten Stock des Schulhauses Bruggen stand Nils Posthumus, der junge Gestalter des Kinderfestplakates 2018, nach der Pressekonferenz von gestern Freitag den elektronischen Medien Rede und Antwort. Für jede Videokamera musste der Schüler der dritten Oberstufe West Schönau aufs Neue erzählen, wie er zu seinem Motiv gekommen ist und dass ihn der erste Platz im Plakatwettbewerb «schon auch ein bisschen stolz» macht.

2012 gestalteten Schülerinnen und Schüler der eben erst gegründeten städtischen Talentschule erstmals das Kinderfestplakat zum Motto «Bärenstark». 2015 wurde die Übung zum Motto «Weltweit verwebt» wiederholt. Nach dem positiven Echo auf diese Plakate lag es auf der Hand, dass auch jenes fürs Kinderfest 2018 in einem Wettbewerb unter Talentschülerinnen und Talentschülern entstehen würde. Im Herbst 2017 wurde der Prozess mit einer Einführung ins Thema im Historischen und Völkerkundemuseum gestartet.

Ein teilweise auch schmerzhafter Prozess

Danach hätten sich Schülerinnen und Schüler ans Werk gemacht, erzählte Karin Bucher, die Leiterin der Talentschule Gestaltung, am Freitag. Dabei seien alle möglichen Hilfsmittel –vom Computer über die Fotokamera bis hin zu Schere und Leim– zum Einsatz gekommen. Der Prozess sei für die jungen Gestalterinnen und Gestalter teils auch schmerzhaft gewesen. Etwa wenn sie nicht mehr an die Qualität eines Entwurfs geglaubt hätten. Oder wenn sich eine Lieblingsidee als untauglich erwiesen habe.

Der drei bis dreieinhalb Monate lange kreative Prozess an der Talentschule resultierte in neun Plakatentwürfen. Diese wurden von einer Jury aus professionellen Gestaltern und Vertretern der Stadt beurteilt. Ebenfalls im Gremium sass Armanda Asani, die den Plakatwettbewerb 2012 gewonnen hatte. Den ersten Platz belegte dann der Entwurf von Nils Posthumus.

Vadian und die Tradition als roter Faden

Der Schüler der dritten Oberstufe spielt auf seinem Plakat gekonnt mit den Dingen, die das Kinderfest ausmachen: der blaue Himmel, die grüne Kinderfestwiese, das textile Erbe und natürlich die Kinder. Symbolisch steht für sie auf dem Plakat eine bunte Schar Ballone. Originell ist auch, wie Nils Posthumus mit dem Festmotto «Fadian» umgeht. Es steht für «Faden» und «Vadian», bringt also das textile Erbe St. Gallens und 500 Jahre Reformation unter einen Hut. Auf dem Plakat verbindet ein roter Faden die bunten Ballone und den Schriftzug Vadian miteinander.

Vor den Medien zeigte sich Stadtrat Markus Buschor gestern stolz darüber, dass das Plakat fürs wichtigste Fest der Stadt «aus den eigenen Reihen» kommt. Die Vorbereitungen auf den Anlass laufen seit Herbst auf Hochtouren, und zwar nicht nur in den Schulhäusern, die Motive und Auftritte erarbeiten und proben müssen. Auch in der Verwaltung sind die Arbeiten weit gediehen.

Man liege im Fahrplan, sagte Schuldirektor Buschor am Freitag vor den Medien. Und: Er sei sich jetzt schon sicher, dass es ein schönes Fest werde. Voraussetzung dafür ist, dass das Wetter mitspielt. Doch dafür sei weder Gallus noch der amtierende Stadtrat zuständig; dieser Punkt liege voll und ganz in der Verantwortung von Petrus, witzelte Markus Bu­schor am Freitagvormittag. Dass er den ersten möglichen Termin fürs Fest, den 16. Mai, an der Medienkonferenz einmal mit dem 18. Mai verwechselte, nahmen einige gleich als Omen. Und theoretisch möglich wäre die Durchführung an diesem Freitag ja auch…

Hauptthema ist im Vorfeld immer das Wetter

Wie immer im Kinderfestjahr wird in diesem Frühsommer das Wetter das beherrschende Thema in der Stadt sein. Das Kinderfest hat bekanntlich kein fixes Durchführungsdatum. Es findet an einem Tag zwischen 16. Mai und 2. Juli statt. Vor dem Anlass muss es zudem einige Tage lang trocken sein, damit die Kinderfestwiese auf dem Rosenberg nicht zu schlammig ist.

Am Kinderfest 2018 werden rund 5500 Schulkinder und 700 Lehrkräfte teilnehmen. Dazu werden rund 30000 St. Gallerinnen und St. Galler während des morgendlichen Umzugs die Strassen säumen und danach auf dem Rosenberg die Darbietungen der Schulhäuser auf den verschiedenen Bühnen verfolgen.

So unklar das Durchführungsdatum fürs Fest ist, so klar ist der Fahrplan bis zum ersten möglichen Termin. Anfang April starten auf der Kinderfestwiese die Aufbauarbeiten. Ab 25. April wird der Festführer von Schulkindern für einen Fünfliber verkauft. Gleichentags findet in der Marktgasse die Vernissage einer Plakatausstellung statt. Dort sind bis 7. Mai alle Entwürfe fürs Fest- plakat 2018 zu bewundern. Am 28. April startet der Vorverkauf für die Sitzplätze am Umzug.

www.kinderfest.ch

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