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ENTEN: Quartierverein verschenkt Weiher

An seiner 99. Hauptversammlung hat der Einwohnerverein Bruggen ein Grundstück abgestossen: Der Moosweier gehört per Anfang 2019 neu der Stadt. Die Kosten sind dem Verein über den Kopf gewachsen.
Roger Berhalter
Das ehrenamtliche Engagement stösst an Grenzen: Bald wird der Moosweier in Bruggen von der öffentlichen Hand betreut. (Bild: Ralph Ribi)

Das ehrenamtliche Engagement stösst an Grenzen: Bald wird der Moosweier in Bruggen von der öffentlichen Hand betreut. (Bild: Ralph Ribi)

Roger Berhalter

roger.berhalter

@tagblatt.ch

Nach langer Vorgeschichte geht es schliesslich sehr schnell. Ohne Diskussion und ohne Widerstand geht das Traktandum 8 der diesjährigen Hauptversammlung des Einwohnervereins Bruggen (EVB) über die Bühne: Die Mitglieder beschliessen, den Moosweier der Stadt zu schenken. Per Anfang 2019 gehört der Weiher an der Ecke Fürstenland- und Haggenstrasse nicht mehr dem Einwohnerverein, sondern der öffentlichen Hand.

Das Geschenk ist aus der Not geboren und vor allem ein Vernunftentscheid. Schon länger ist nämlich klar, dass sich der Einwohnerverein den Weiher auf Dauer nicht mehr leisten kann. «Die Kosten wachsen uns über den Kopf», sagt EVB-Präsident Raphael Frick vor der Abstimmung im katholischen Pfarreiheim. Strom, Wasser, die Wartung des Springbrunnens: All das koste jedes Jahr viel Geld. Zudem stosse das ehrenamtliche Engagement vor Ort an seine Grenzen; es ist laut Frick unmöglich, genügend Leute zu finden, die ihre Freizeit für den Moosweier opfern. Bis jetzt haben sich die EVB-Mitglieder Fritz Schoch und Martin Kocher unentgeltlich um den Weiher und die Wasservögel gekümmert.

Die nächste Sanierung wäre zu teuer

Der Unterhalt ist das eine, viel teurer aber ist die Sanierung des Weihers. Und eine solche stehe demnächst wieder an, sagt Raphael Frick. Der Präsident blickt an der Hauptversammlung auf die letzte Sanierung des Moosweiers im Jahr 2000 zurück. Mehr als 200000 Franken habe sie gekostet, wovon die Stadt einen Grossteil übernommen habe. «Der Einwohnerverein ist nicht in der Lage, diese Kosten alleine zu tragen», sagt Frick.

Man sei daher mit der Stadt zusammengekommen und habe einen Vertrag aufgesetzt. Er sehe vor, dass die Stadt künftig den Unterhalt und die Sanierung des Weihers übernimmt, den Kinderspielplatz unterhält und sich um die Wasservögel kümmert. Frick bezeichnet den Deal als «gute Lösung». Die Stadt habe zugesichert, den Weiher möglichst naturbelassen zu erhalten.

Die übrigen Traktanden werden an der Hauptversammlung schnell abgehandelt. Im Vorstand kommt es zu einigen Änderungen (siehe Zweittext rechts). Abgesehen vom Moosweier hat im vergangenen Jahr vor allem der neue Skilift am Schlösslihang den EVB beschäftigt – sowohl finanziell als auch personell. Dennoch schliesst die Jahresrechnung 2017 mit einem kleinen Reingewinn von knapp 130 Franken. Der neue Skilift habe sich in seiner ersten Saison bewährt, sagt Kathrin Schmid vom EVB-Vorstand. Das Wetter habe aber leider weniger mitgespielt: Immerhin während 13 Halbtage war der Skilift im vergangenen Winter in Betrieb.

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