Engelgasse-Mord: Mutmasslicher Täter wieder frei

ST.GALLEN. Der Mann, der sich Ende Februar selbst als möglicher Mörder der Polizei gestellt hat, ist wieder auf freiem Fuss. Er soll 2004 in der St.Galler Engelgasse Werner Kellenberger erschlagen haben.

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Mit diesem Hammer soll der 79-jährige Werner Kellenberger vor sechs Jahren in seiner Wohung an der Engelgasse in St.Gallen erschlagen worden sein. (Bild: Kapo SG)

Mit diesem Hammer soll der 79-jährige Werner Kellenberger vor sechs Jahren in seiner Wohung an der Engelgasse in St.Gallen erschlagen worden sein. (Bild: Kapo SG)

Der 65-jährige Mann stellte sich am 20. Februar 2010 der Polizei und erklärte, dass er 2004 Werner Kellenberger erschlagen haben soll. Der Mann wurde in Untersuchungshaft genommen und durch die Kantonspolizei und den Untersuchungsrichter befragt. Mittlerweile seien die gesetzlichen Haftgründe nicht mehr gegeben, schreibt die Staatsanwaltschaft St.Gallen in einer Mitteilung. Deshalb wurde der Mann am Dienstag auf freien Fuss gesetzt. Das Verfahren läuft weiter.

Der mutmassliche Täter wurde schon wenige Tage nach dem Tötungsdelikt durch die Polizei befragt. Zudem sei bei ihm Mitte 2004 eine DNA-Probe entnommen worden. Konkrete Anhaltspunkte für eine Eröffnung eines Strafverfahrens seien jedoch nicht gerechtfertigt gewesen, heisst es in der Mitteilung.

Werner Kellenberger wurde am frühen Nachmittag des 20. April 2004 mit einem Hammer in seiner Wohnung an der Engelgasse erschlagen. Wenige Tage nach der Tag wurde im Feldliquartier die Tatwaffe gefunden. (rr) 

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