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ENGELBURG: Die Suche geht weiter

Die Suche nach dem Besitzer des ausgesetzten Dalmatiners hat eine neue Wendung genommen. Ein Zeuge beobachtete, wie ein Paar den Welpen in Rotmonten auszusetzen versuchte.
Lisa Inauen

Lisa Inauen

lisa.inauen@tagblatt.ch

Der junge Dalmatiner hat sich im Tierheim Nesslau von den Strapazen der letzten Tage erholt. Die Suche nach dem Besitzer, der den Hund vor rund einer Woche in Engelburg ausgesetzt hatte, geht trotzdem weiter. Die neuesten Erkenntnisse bestätigen die Vermutung des kantonalen Tierschutzbeauftragten Franz Blöchlinger: Der Rüde stammt vermutlich aus dem Ausland.

Nach der Berichterstattung von vergangener Woche (Tagblatt vom 11. August) ist ein konkreter Hinweis eingegangen. Blöchlinger sagt, ein Spaziergänger habe an jenem Montagabend, an dem der etwa zwölfwöchige Dalmatiner gefunden wurde, in St. Gallen-Rotmonten eine Beobachtung gemacht. Am Oberen Hompeliweg habe ein Auto angehalten und einen jungen Dalmatiner am Strassenrand abgesetzt. Der Zeuge beobachtete das Paar, das wieder in den Wagen stieg. Die beiden Personen bemerkten offensichtlich, dass sie nicht alleine waren, worauf sie ausstiegen, den Hund wieder ins Auto ­luden und wegfuhren. «Der Zeuge ist sich sicher, dass das Paar Spanisch sprach, und es sich um den ausgesetzten Dalmatiner handelte», sagt Blöchlinger. Er vermutet, dass das Paar in der Region wohnhaft ist und den Hund aus Spanien in die Schweiz eingeführt hat. Leider konnten weder über das Aussehen der Personen noch über das Auto ­genauere Aussagen gemacht werden.

«Nach diesem Versuch fuhr das Paar vermutlich weiter und setzte den Hund in der Region Engelburg aus», sagt Blöchlinger. Dort wurde der Welpe gegen 22.30 Uhr auf dem Firmenareal der Schnider AG von einem ­Spaziergänger entdeckt. Da der Dalmatiner nicht gechippt war, musste davon ausgegangen werden, dass er noch nie geimpft wurde. Deshalb wurde der Rüde von der Polizei in die Tierklinik Nesslau gebracht. Dort verbrachte er eine Nacht, danach wurde er im Tierheim, das von der Klinik finanziert wird, in Quaran­täne untergebracht. Das Tierschutzrecht verbietet das Aussetzen von Tieren», sagt Blöchlinger. Bei Missachtung dieses Gesetzes müsse mit einer Busse im tiefen vierstelligen Bereich gerechnet werden.

Kaum mehr Hunde ausgesetzt

«Früher wurden besonders in den Sommerferien öfters Hunde ausgesetzt», weiss Blöchlinger. Heute kommt dies kaum mehr vor, da die Besitzer dank der Chip-Pflicht schnell ausfindig gemacht werden können. Dies bestätigt auch Dolores Rust, Leiterin des Tierheims Nesslau: «In den letzten zehn Jahren wurden nur etwa drei Hunde ohne Chip bei uns eingeliefert.»

Der junge Dalmatiner hat sich seit dem Vorfall vom letzten Montag gut erholt. Er befindet sich im Tierheim Nesslau, wo er entwurmt und gechippt wurde. «Er frisst wie ein Mähdrescher. Er war ja zuvor eher etwas mager», sagt Dolores Rust. «Der Welpe ist sehr offen und fröhlich, die Ereignisse scheinen ihn nicht traumatisiert zu haben.»

Da der junge Rüde offensichtlich gesund ist, will das Tierheim bald die Suche nach einem neuen Zuhause beginnen. «Es haben sich bereits mehrere Personen gemeldet, die den Hund gerne bei sich aufnehmen würden», sagt Dolores Rust. Die Interessenten werden genau unter die Lupe genommen: «Lebensweise, Vorstellungen und Erfahrung mit Hunden werden geprüft. Oftmals wird unterschätzt, wie viel Zeit und Aufwand nötig ist, um einen Welpen richtig zu erziehen», sagt sie.

Dolores Rust sagt, dass Welpen selten lange im Tierheim bleiben, da sie niedlich sind. «Viele Interessenten sind sich nicht bewusst, dass ein Welpe oft fordernder ist als ein älterer Hund.» Es lohne sich, auch den älteren Hunden, die oft bis zu einem Jahr im Tierheim verbringen, eine Chance zu geben.

Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen nimmt weiterhin Hinweise unter 058229 28 70 entgegen.

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