«Engel» nimmt Stellung zu Bermuda-Streit

Die Diskussion um das sogenannte Bermudadreieck geht weiter. In der Ecke Augustinergasse/Engelgasse treffen sich an warmen Wochenenden viele Nachtschwärmer. Anwohner pochen derweil auf ihr Recht auf Nachtruhe. Nun hat sich auch die Genossenschaft Schwarzer Engel zum Thema zu Wort gemeldet.

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Die Diskussion um das sogenannte Bermudadreieck geht weiter. In der Ecke Augustinergasse/Engelgasse treffen sich an warmen Wochenenden viele Nachtschwärmer. Anwohner pochen derweil auf ihr Recht auf Nachtruhe. Nun hat sich auch die Genossenschaft Schwarzer Engel zum Thema zu Wort gemeldet.

Sie reagiert auf einen Brief, den die Stadtpolizei kürzlich den Wirten von «Picante», «Alt St. Gallen», «Rock Story» und «Engel» geschrieben hat (Tagblatt vom Samstag).

Die Polizei hatte darin angekündigt, härter durchzugreifen, falls weiterhin Abmachungen nicht eingehalten würden. Abgemacht war unter anderem, dass die Wirte um 22 Uhr die Türen schliessen und die Tische von den Gassen räumten. Im Brief bat die Polizei die Wirte zudem, die Gäste ab 22 Uhr nicht mehr mit Getränken auf die Gasse zu lassen.

«Willkürliche neue Regeln»

Man habe die Kundschaft für das Thema sensibilisiert, heisst es in der Mitteilung der Genossenschaft. Zudem würden ab 22 Uhr draussen nur noch Plastikbecher verwendet. Trotzdem drohe die Polizei mit Sperren für längere Öffnungszeiten oder einem generellen Verbot für die Getränkeausgabe. Es würden «willkürlich» neue Regeln aufgestellt.

Faktisch werde man aufgefordert, die Altstadt nach 22 Uhr zu «entvölkern». Dieser Aufforderung könne man nicht nachkommen. Es sei nicht im Sinne einer kulturell vielfältigen Stadt, wenn sich die «Entwicklung Richtung Schlafstadt» noch verstärke.

«Kommen den Wirten entgegen»

Polizeisprecher Benjamin Lütolf hat bereits vergangene Woche betont, dass es nun mal Aufgabe der Stadtpolizei sei, für die Einhaltung der Nachtruhe zu sorgen.

Man komme den Wirten bereits jetzt entgegen, wenn man eine Restauration auf der Gasse und damit auf öffentlichem Grund zulasse. Falls Regeln nicht eingehalten würden, müsse man Massnahmen prüfen. (pd/rst)