ENERGIEWOCHE: Licht aus eigener Kraft produziert

Im Rahmen einer Ausstellung lernen Arboner sowie Steinacher Schülerinnen und Schüler Wissenswertes über erneuerbare Energie. Dabei kommen sie ins Staunen, Ausprobieren und Nachdenken.

Fritz Heinze
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Da lohnt sich das Hinschauen immer wieder, das Karussell dreht sich ohne Steckdose oder Batterie. (Bild: Fritz Heinze)

Da lohnt sich das Hinschauen immer wieder, das Karussell dreht sich ohne Steckdose oder Batterie. (Bild: Fritz Heinze)

Fritz Heinze

redaktionot@tagblatt.ch

Experimentieren und Ausprobieren steht an der momentan laufenden Energiewoche und der damit verbundenen Ausstellung im Mittelpunkt. Der erste Eindruck vor dem Betreten des Gemeindezentrums gibt beim Anblick der vier präsentierten E-Mobile eher den Eindruck einer Verkaufsschau ab. Doch der Blick in den Saal vergrössert den Blickwinkel. Aber auch die oben erwähnten Produkte sind ein Bestandteil der breiten Palette einer Ausstellung über die erneuerbaren Energien.

Wenn zehn Schulklassen aus Steinach und Arbon die Gelegenheit einer geführten Besichtigung der Ausstellung wahrgenommen haben, ist die Zielsetzung der Organisatoren zum Teil schon erreicht. Denn Markus Aepli, einer der beiden Energiefachmänner an der Ausstellung, betont, dass sie sich mit ihrem Anliegen betreffs der Energiezukunft ganz gezielt und vorrangig an die Jugend richten.

Schüler wussten bereits viel über das Thema

Die dritte Klasse von Ruth Riklin, Lehrerin an der Schule Steinach, beweist, dass die Botschaft bei den Mädchen und Buben angekommen ist. «Wie kann ich Strom erzeugen und damit Bewegung oder Licht schaffen?», ist wohl für die Jugendlichen die zentrale Frage. Lösungen bieten sich in der Ausstellung mehrfach an. Die beiden Energiefachleute Roland Etter, Gemeinderat und Organisator, und Markus Aepli konnten bei den Rundgängen mit den Klassen durch die Ausstellung erste Erfahrungen sammeln. Der Ausstellungsbesuch steht unter dem Motto «Informieren, ausprobieren und erleben». Entsprechend vielseitig präsentiert sich die breite Palette der Posten. Für die Klassenlehrerin Ruth Riklin ein Grund, mit dem Ausstellungsbesuch zufrieden zu sein. «Die Schüler sind begeistert. Schade, dass die Zeit des Besuches relativ kurz bemessen ist», sagte sie. Im Rahmen der Energiewoche habe sie das Thema erneuerbare Energien auch in den Unterricht einfliessen lassen. Es beschäftige die Schüler tatsächlich, und viele von ihnen hätten schon vorher eine Menge darüber gewusst. «Die Präsentation aller Posten ist gut vonstatten gegangen, und anschliessend haben die Kinder noch Zeit, individuell zu experimentieren und zu erleben.» Aus eigener Kraft Licht zu erzeugen oder ein Auto mit einer Lichtquelle in Bewegung zu setzen, das regt zum Staunen, Nachdenken und Ausprobieren an.

Energie thematisieren mit Lichterzeugung, mit Büchern, mit ökologischem Fahren im Auto oder auch mit Spielsachen. Wie an das Thema herangegangen wird, ist eine Frage des Alters. Doch geht es den Organisatoren letztlich um die Bewusstseinsbildung bezüglich des Umgangs mit der Energie. Schon die Jüngsten machen es vor: Beim Wettbewerb im Parcoursfahren mit Solarmodellfahrzeugen können die Besten erst noch etwas gewinnen.

Hinweis

Die Ausstellung ist heute Mittwoch von 14 bis 19.30 Uhr geöffnet. Um 19.30 Uhr findet das Referat «2000 Watt Gesellschaft –Umsetzung in Steinach» statt. Am Donnerstag ist die Ausstellung von 16.30 bis 19.30 Uhr geöffnet.