Ende 2015 bezugsbereit

Die Vorlage fürs neue Naturmuseum hat die Hürde der Volksabstimmung glorios gemeistert. Mit einem Anteil von 59,3 Prozent fiel das Ja des städtischen Stimmvolks unerwartet deutlich aus.

Reto Voneschen
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Sichtlich zufrieden: Stadtpräsident Thomas Scheitlin und Baudirektorin Elisabeth Beéry präsentieren im Waaghaus die Abstimmungsergebnisse. (Bild: Ralph Ribi)

Sichtlich zufrieden: Stadtpräsident Thomas Scheitlin und Baudirektorin Elisabeth Beéry präsentieren im Waaghaus die Abstimmungsergebnisse. (Bild: Ralph Ribi)

Nach dem gestrigen Entscheid ist klar: Das Naturmuseum St. Gallen, das sich heute den Kunkler-Bau im Stadtpark mit der Kunst teilt, erhält einen Neubau im Osten der Stadt, an der Rorschacher Strasse neben der der Kirche St. Maria-Neudorf und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Botanischen Garten. Die Realisierung des Vorhabens wird 39,8 Millionen Franken kosten. Davon bezahlt die Stadt 19,8, die Spühl-Stiftung 13 und der Kanton 7 Millionen Franken.

Chance erkannt

Stadtpräsident Thomas Scheitlin und Baudirektorin Elisabeth Beéry zeigten sich gestern bei der Bekanntgabe des Resultats im Waaghaus «glücklich» über den Ausgang der Volksabstimmung. Mit dem Ja zum Naturmuseum habe das Volk eine einmalige Chance wahrgenommen. Gleichzeitig sei damit ein ganz wesentlicher Entscheid zur Umsetzung der stadträtlichen Museumskonzeption «Drei Museen – drei Häuser» gefallen, sagte Thomas Scheitlin.

Elisabeth Beéry wiederum interpretierte das gestrige Ja zu den «grünen» Bauvorlagen – neues Naturmuseum, neuer Werkhof fürs Gartenbauamt – als Happy End für ihre durchs Marktplatz-Nein immer noch arg gebeutelte Baudirektion. Das deutliche Resultat des Werkhofs sei auch ein Dankeschön der Bevölkerung für die Angestellten des Gartenbauamts. Und zusammen mit dem Ja zum Naturmuseum sei es ein Auftrag des Stimmvolks, der Natur in der Stadt Sorge zu tragen.

Bezug gegen Ende 2015

Baubeginn fürs neue Naturmuseum soll 2013 sein. Die Bauzeit beträgt rund zwei Jahre. Womit der Neubau gemäss Elisabeth Beéry voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2015 bezugsbereit sein sollte. Parallel zur Realisierung des neuen Museums will der Stadtrat die Planungsarbeiten für den Ausbau des Kunstmuseums im Kunkler-Bau im Stadtpark sowie im benachbarten Kirchhofer-Haus vorantreiben. Zeitdruck bestehe da aber keiner, hiess es gestern bei Thomas Scheitlin und Elisabeth Beéry. Gestartet werden kann der Ausbau nämlich erst nach Auszug des Naturmuseums. Realisiert werden soll er bis 2018.

Gratis ins Museum

Gefreut übers Ja zum Naturmuseum hat sich gestern auch das Ja-Komitee und der Stiftungsrat des Naturmuseums. In einer Mitteilung wird allen gedankt, die dazu beigetragen haben. «Als Zeichen der Freude» über den Volksentscheid gilt zudem am nächsten Wochenende im Natur- und Kunstmuseum freier Eintritt.

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