Elvis aus der Ostschweiz

Marcus C. Held singt sich durch die Schweiz und Florida und lässt die Legende Elvis Presley aufleben. Morgen tritt er im «Schweizerhof» in Rorschach zugunsten des Tierschutzvereins auf.

Perrine Woodtli
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Marcus C. Held Elvis-Imitator (Bild: woo)

Marcus C. Held Elvis-Imitator (Bild: woo)

RORSCHACH. Elvis-Imitatoren gibt es wie Sand am Meer. Um sich durchzusetzen, braucht es mehr als einen guten Hüftschwung. Marcus C. Held, besser bekannt als Swiss Elvis, hat es geschafft sich nicht nur in der Schweiz zu beweisen. Der im Appenzellerland lebende Imitator kann auf mehrere hundert Konzerte und aussergewöhnliche Momente zurückschauen.

Aus Neugier an den Contest

Angefangen hat die Show 2006, als Held seinen ersten Auftritt als Elvis auf einem privaten Fest hatte. Ein wenig zuvor war er einem Gospelchor beigetreten. «Ich wurde sehr schnell darauf hingewiesen, dass meine Stimme der von Elvis sehr ähnlich ist. Also dachte ich mir, ich mach was damit», so Held. Es folgten mehrere kleine Auftritte. Aus reiner Neugierde nahm er 2007 am «Swiss Elvis Contest» teil und belegte zu seiner Überraschung den zweiten Platz. Ein Jahr später zog Held mit seiner Partnerin nach Florida. Zum Abschied gab er ein Benefizkonzert in Abtwil, dessen Erlös an die Theodora-Stiftung ging. Danach war seine «Karriere» in der Schweiz eigentlich beendet.

Lust auf mehr

Jedoch kam es durch einen Zufall anders. In Florida entdeckte jemand sein Elvis-Plakat von einem seiner Konzerte. Held erinnert sich: «Das Plakat hatte ich nur als Erinnerungsstück mitgenommen. Es war bloss ein Souvenir.» Daraufhin wurde man auf ihn aufmerksam und er gab auch in Florida Konzerte. Nach diesen Erfolgen wollte Marcus C. King, so sein Künstlername, sein Hobby ausbauen. Es folgten über 100 Auftritte bis zu seiner Rückkehr in die Schweiz Anfang 2011. Auch heute hat er noch Kontakte in Florida und gibt dort Konzerte. Für Held ist es klar: Ergibt sich die Chance, wieder in Florida zu leben, wird er sie nutzen.

Was unterscheidet ihn denn von anderen Imitatoren? Dazu Held: «Für viele ist diese ganze Elvis-Sache nur Show. Sie machen die gleichen Bewegungen, holen sich die gleichen Kostüme und singen ein wenig nebenbei. Für mich liegt der Fokus ganz klar auf dem Gesang. Das Drumherum gehört halt einfach dazu.» Mittlerweile beherrscht er 96 Elvis-Presley-Songs.

Zwölf Stunden Elvis-Songs

Elvis ist mittlerweile zum Lebensinhalt geworden und Held wünscht sich, seinen Teilberuf noch auszuweiten. Schliesslich hat er dank ihm schon viele schöne Erinnerungen gesammelt. «Zu meinen Highlights gehört klar die <A Tribute to the King>-Show zum 77. Geburtstag von Elvis 2012. Sonst sind die schönsten Momente, wenn die Leute Spass haben und wiederkommen. Mir geht es nicht um die Anzahl Leute, sondern darum, was ich in ihnen auslöse.»

Morgen Samstag gibt Marcus Held im «Schweizerhof» von 10 Uhr bis 22 Uhr einen zwölfstündigen Benefiz-Marathon. Eintreten kann jeder, wann er will. Held freut sich: «Ich sehe diesen Marathon als Herausforderung an.» Warum singt er wieder an einer Benefizveranstaltung? «Ich will, dass meine Konzerte besucht werden, also muss ich mir etwas einfallen lassen. Wenn ich hohe Preise verlange, kommt niemand. Das ist nicht das, was ich will.»

Marcus C. Held bei einer seiner Elvis-Shows. (Bild: zVg)

Marcus C. Held bei einer seiner Elvis-Shows. (Bild: zVg)

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