ELEPHANT-CLUB: "Albaner ohne Begründung abgewiesen"

Drei Ostschweizer Nachwuchsfussballer mit Wurzeln in Albanien wollten vergangene Woche im St.Galler Elephant-Club feiern. Sie wurden allerdings nicht in den Club gelassen.

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Ein St.Galler Taxifahrer beobachtet immer wieder, dass Ausländer nicht in Clubs gelassen werden. (Bild: Michel Canonica/Archiv)

Ein St.Galler Taxifahrer beobachtet immer wieder, dass Ausländer nicht in Clubs gelassen werden. (Bild: Michel Canonica/Archiv)

ST.GALLEN. "Ich erlebe immer wieder, dass gut integrierte Ausländer nicht in Clubs gelassen werden", sagte der St.Galler Taxifahrer Besnik Ziba gegenüber "20 Minuten". Am vergangenen Donnerstag fuhr er drei Albaner zum Elephant-Club in der St.Galler Innenstadt. "Sie haben keine Probleme gemacht. Trotzdem wurden sie vom Chef ohne Begründung abgewiesen", so Ziba, der selbst aus Kosovo stammt.

Die drei Nachwuchsfussballer sagten gegenüber "20 Minuten": "Wir waren nicht angetrunken und unsere Kleidung entsprach den Vorschriften." Beim Elephant-Club zeigte man sich ob der Vorwürfe erstaunt. "Schliesslich sind zwölf unserer rund 50 Mitarbeitenden albanischer Herkunft", lässt die Geschäftsleitung verlauten. Manchmal würden aber reine Männergruppen zurückgewiesen und weibliche Gäste oder Paare vorgezogen. (red.)