EISZEIT: Die Eisarena wird noch grösser

Das Januarloch in Sachen Events ist in Rorschach keines mehr. Die Natureisbahn beim Pavillon am See wird diesmal nicht nur um 100 Quadratmeter erweitert, sondern auch noch eine Woche länger stehen bleiben.

Rudolf Hirtl
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Die Netzwerk-Macher Tanja Alismeno, Markus Wanner (links) und Alexander Kleger auf dem Platz, wo das Eisfeld stehen wird. (Bild: Rudolf Hirtl)

Die Netzwerk-Macher Tanja Alismeno, Markus Wanner (links) und Alexander Kleger auf dem Platz, wo das Eisfeld stehen wird. (Bild: Rudolf Hirtl)

Rudolf Hirtl

rudolf.hirtl@tagblatt.ch

Während Jahrzehnten hat die Natureisbahn beim Seepavillon in Rorschach Menschen aus der weiteren Region angelockt. Diese schöne Tradition hat das Netzwerk Rorschach im Januar 2015 wiederbelebt. Mit riesigem Erfolg. «Beim Einkaufen, im Sommer in der Badi, im Zug, bei Anlässen oder auf der Strasse – ich werde das ganze Jahr über darauf angesprochen, ob das Eisfeld im Winter wieder kommt», sagt Tanja Alismeno und freut sich zusammen mit ihren Netzwerk-Vorstandsmitgliedern, Markus Wanner und Alexander Kleger, über den Zuspruch und die Dankbarkeit, welche sie und ihre Mitstreiter für ihr Engagement aus der Bevölkerung erhalten.

Freuen können sich diesmal insbesondere auch die Mädchen und Buben. Denn um die eislaufenden Kinder bei Spezialevents nicht von der Arena schicken zu müssen, wird die Eisfläche um 100 Quadratmeter erweitert. Die dann 26 × 16 Meter grosse Fläche kann mit Banden längs und quer unterteilt werden. Dadurch kommen sich dann beispielsweise Eisstockschützen und Ballerinas nicht mehr in die Quere.

Echtes Eis bringt Ambiente und viel mehr Besucher

«Es hat sich gelohnt, auf echtes Eis umzustellen, auch wenn der logistische und finanzielle Aufwand grösser sind», sagt Markus Wanner in Richtung Tanja Alismeno, die sich dafür stark gemacht hat. Und sie gibt das Lob postwendend an die beiden Männer zurück. «Die Idee ist das eine. Aber es braucht auch Macher, die diese mit viel Idealismus in die Tat umsetzen.» Dass sich der Wechsel auf echtes Eis gelohnt hat, bestätigt auch Tanja Alis­meno. «Die Jungen haben den Plausch, das sieht man jeden Tag auf dem Eis. Aber auch viele ältere Menschen kommen jeweils zur Eisarena, weil sie diese alte Tradition nochmals erleben dürfen.» Selbst eine 90jährige Frau habe sich schon die Schlittschuhe geschnürt und dabei auch wunderbare Geschichten von früher erzählt. Das Ziel vom Netzwerk Rorschach, hervorgegangen aus dem früheren Verkehrsverein, mit der Eisarena die Möglichkeit zu bieten, sich zu begegnen und eine gute Zeit zu verbringen, ist zweifellos erreicht. Die Eisarena bringt dadurch nicht nur als zusätzliches Sport- und Freizeitangebot einen echten Mehrwert für die Stadt Rorschach und die ganze Region.

Eisfeld und «Fondue am See» eine Woche länger

Obwohl die Ortsbürger Rorschach, die Stadt Rorschach und weitere Sponsoren und Gönner den Anlass beim Pavillon unterstützen, schreibt das «Netzwerk» nach wie vor rote Zahlen. Dies gilt auch für das von Alexander Kleger initiierte und ungemein beliebte «Fondue am See»-Beizli in der geheizten Alphütte. Um wenigstens eine ausgeglichene Rechnung erwirtschaften zu können, wird die Eis- und Fondue-Zeit um eine Woche, auf 32 Tage verlängert. Gleich bleiben die Preise für den Eintritt und den Schlittschuhverleih – nämlich ­je ein Fünfliber. Für die kleinen Gäste sind auch zweikufige Schlittschuhe im Angebot, und auch Eisstöcke können gemietet werden.

Hinweis

Eisarena Rorschach und «Fondue am See», beides beim Pavillon am See, vom 13. Januar bis 12. Februar 2017. Eisfeld täglich bei jeder Witterung von 13.30 Uhr bis ca. 20. Uhr. Beizli ab 18 Uhr, der Erlös des «Fondue am See» geht an die Finanzierung der Eisarena.