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EISSPORT: Curling-EM in St.Gallen: Die Weltelite wischt um die Wette

Vom 17. bis 25. November findet im Lerchenfeld die Curling-Europameisterschaft statt. Der Grossanlass soll bis zu 10 000 Besucher nach St. Gallen locken. Andere Eissportvereine müssen ausweichen.
Luca Ghiselli
Will seinen Titel im Lerchenfeld verteidigen: Der amtierende Europameister Niklas Edin (hinten) mit seinem Team Schweden. (Bild: Benjamin Manser)

Will seinen Titel im Lerchenfeld verteidigen: Der amtierende Europameister Niklas Edin (hinten) mit seinem Team Schweden. (Bild: Benjamin Manser)

Im November kommen die besten Curlerinnen und Curler des Kontinents nach St. Gallen. In der Eishalle Lerchenfeld und der benachbarten Curlinghalle finden vom 17. bis 25. November die Europameisterschaften im Curling statt. Und weil 2018 olympische Winterspiele anstehen, schickt jede Nation auch ihre besten Teams an die EM. Dass St. Gallen nach Basel und Champéry die dritte Schweizer Stadt seit 2006 ist, welche die Europameisterschaft austrägt, ist kein Zufall. Mit der neuen Curlinghalle und der Eishalle stimmt nämlich nicht nur die Infrastruktur, auch die lokale Curling-Szene lässt sich im nationalen Vergleich sehen.

Die Veranstalter rechnen mit bis zu 10 000 Besucherinnen und Besuchern an den acht Wettkampftagen. 20 Eliteteams messen sich in der Eishalle Lerchenfeld, in der Curlinghalle findet die B-Meisterschaft mit 26 Mannschaften statt (siehe Zweittext). «Damit wir allen genug Platz bieten können, sind einige bauliche Massnahmen nötig», sagt Lukas Würmli, Mediensprecher des Organisationskomitees. So werden in der Eishalle zusätzliche Tribünen gebaut, auch eine VIP-Loge wird eingerichtet. 1500 Personen sollen in der Halle so Platz finden. Auch das Eis wird ein spezielles sein. «Der Curling-Weltverband stellt eigene Eismeister», sagt Würmli. Auf Hockeyeis liesse sich nämlich nicht curlen. «Die Unterlage muss gleichmässiger und dünner sein.»

Kein Schlittschuh darf aufs Eis

Vor und während des Grossanlasses ist an einen Normalbetrieb der Eissporthalle und des Aussenfelds nicht zu denken. Vom 11. bis 29. November steht die Infrastruktur deshalb weder fürs öffentliche Eislaufen noch für das Training der diversen St. Galler Eisssportclubs zur Verfügung. Wie Roland Hofer, Leiter Bad und Eis bei der Dienststelle Infrastruktur Bildung und Freizeit, erklärt, habe man Vereine und Schulen bereits im Herbst 2015 darüber informiert. «Die Benützungsgebühren werden allen Organisationen für diese Zeit erlassen.» Die Eissportvereine suchten selbstständig nach Alternativen in den umliegenden Eissporthallen, sagt Hofer.

Roger Herzig, Präsident des HC Eisbären, bestätigt das auf Anfrage. Man habe sich für den entsprechenden Zeitraum nach Ausweichmöglichkeiten in der Schweiz und in Österreich umgesehen. «Leider waren aber alle Hallen ausgebucht.» Nun würde man eine Trainingspause einlegen, oder sich mit Trockentraining begnügen. «Ein solcher Grossanlass hat Priorität», sagt Herzig. Lukas Würmli, der selbst in St. Gallen im Curling-Club aktiv ist, sagt: «Auch wir pausieren in dieser Zeit.»

Eine internationale Plattform für die Stadt

Indes wächst die Vorfreude auf die Curling-EM nicht nur bei den Organisatoren, sondern auch bei der Stadt. Die Vorbereitungen verlaufen nach Plan, sagt Roland Hofer. «Wir sind stolz, Gastgeber der EM zu sein», sagt Hofer. Mit dem European Masters, das seit 2012 jeweils im Frühling im Lerchenfeld stattfindet, könne man auf wertvolle Erfahrung bei der Organisation von grossen Curling-Events zurückgreifen.

Und schliesslich profitiere auch die Stadt von der Durchführung der EM in vielerlei Hinsicht. «St. Gallen erhält medial mit Live-Übertragungen in diverse Länder eine attraktive Plattform», sagt Hofer. Die St. Galler Hotellerie dürfte die Austragung der EM in der Stadt auch freuen: Teams, Funktionäre und Gäste bringen mehrere tausend Logiernächte.

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