Einzelzimmer statt Einfamilienhaus

In Rotmonten, nahe der HSG, wird ein älteres Einfamilienhaus durch einen Bau mit zwölf Einzimmerwohnungen ersetzt. Die Nachfrage für Studios an dieser Lage dürfte gross sein.

Sebastian Schneider
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Ausgedientes Einfamilienhaus weicht zwölf Einzimmerwohnungen. (Bild: Sebastian Schneider)

Ausgedientes Einfamilienhaus weicht zwölf Einzimmerwohnungen. (Bild: Sebastian Schneider)

Gegenüber der Endhaltestelle Rotmonten, an der Langackerstrasse 2, steht ein von Bauvisieren umgebenes älteres Einfamilienhaus. Unweit vom HSG-Weiterbildungszentrum Holzweid entfernt, wird dort ein Wohnhaus mit zwölf Einzimmerwohnungen entstehen. Da beim Kanton keine Rekurse eingegangen sind, ist die Baubewilligung inzwischen rechtskräftig.

Einsprachen bei der Stadt

Ganz unumstritten war das Bauvorhaben allerdings nicht: «Gegen den Bau sind zwei bis drei Einsprachen eingegangen», sagt Ernst Michel, Leiter des Amtes für Baubewilligung der Stadt St. Gallen. Die Baubewilligungskommission hat die Einsprachen im Februar abgewiesen und die Baubewilligung ihrerseits erteilt.

Das Recht, gegen den Entscheid der Stadt beim Kanton zu rekurrieren, blieb von den Einsprechern ungenutzt. Somit kann mit dem Bau begonnen werden. Der Bauherr geht davon aus, dass die Studios erst im kommenden Jahr bezugsbereit sein werden. Ziel sei, im Frühsommer mit den Bauarbeiten zu beginnen. Das Projekt werde nun «in Angriff genommen».

«Kein Studentenwohnheim»

In erster Linie sollen Alleinstehende in die Studios einziehen. «Die Zahl von Singles steigt, wie auch die Nachfrage für kleine Wohnungen», sagt der Bauherr.

Befürchtungen, das neue Haus werde zu einem Studentenwohnheim, weist er dezidiert zurück: «Ich werde dafür schauen, dass wir einen guten Mix von Mietern haben werden.» Klar sei, dass die Nähe zur Universität für viele, die dort arbeiten, einen Vorteil biete. Man müsse aber die Universität nicht bloss als Schule mit Studierenden betrachten, sondern als Unternehmen mit zahlreichen Mitarbeitern. «Es soll auch Wohnraum für Assistenzprofessoren oder Doktoranden entstehen – und, warum nicht, auch für Mitarbeiter von den Helvetia Versicherungen.»

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