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EINWOHNERZAHLEN: Rorschach kommt nicht vom Fleck

In den grössten Gemeinden der Region stagnieren die Bevölkerungszahlen. Über die Gründe kann man in Rorschach nur spekulieren. Einzig Rorschacherberg legt merklich zu.
Jolanda Riedener
Im Vergleich zu 2016 sind 2017 nur zwei Personen nach Rorschach gezogen. (Bild: Ralph Ribi)

Im Vergleich zu 2016 sind 2017 nur zwei Personen nach Rorschach gezogen. (Bild: Ralph Ribi)

Jolanda Riedener

jolanda.riedener@tagblatt.ch

Rorschachs Bevölkerungszahlen stehen still. Mit 9288 Einwohnern sind Ende 2017 im Vergleich zum Vorjahr nur zwei Personen in die Hafenstadt zugezogen. Noch im vergangenen Jahr überholte Rorschach Goldach seit 2000 erstmals im Punkt Einwohnerzahlen. Die Gründe für den Stillstand sind gemäss Stadtschreiber Roger Böni nicht eindeutig zu eruieren. «Bezüglich des Steuerfusses können wir im Vergleich zu unseren Nachbargemeinden nicht mithalten», sagt Böni. Das könne ein möglicher Grund sein, Rorschach nicht als Wohnort zu wählen.

Ausserdem verfügt Rorschachs Bevölkerung über einen hohen Ausländeranteil: «Für Familien mit schulpflichtigen Kindern, könnte dies ein Hindernis sein, nach Rorschach zu ziehen», sagt Böni. Ansonsten überzeuge die Hafenstadt durch die zentrale Wohnlage am Bodensee und eine gute Infrastruktur. Auch attraktiver Wohnraum stehe zur Verfügung, zum Beispiel im Stadtwald.

Noch stehen Wohnungen im Stadtwald leer

Jedenfalls scheinen in den 2016 entstandenen Hochhäusern im Stadtwald noch Wohnungen frei zu sein, wie ein Blick auf die zahlreichen unbeschrifteten Briefkästen und Türglocken zeigt. Auch weist Rorschach gemäss einer Statistik des Kantons St. Gallen die meisten leerstehenden Wohnungen im Wahlkreis auf, dicht gefolgt von Rorschacherberg.

«Die Gemeinden erfassen die leerstehenden Wohnungen selbst», sagt Beat Hirs, Gemeindepräsident von Rorschacherberg. Das könne zu Verzerrungen führen, weil beispielsweise auch Wohnungen aufgeführt werden, die gerade renoviert würden.

Rorschacherberg hat in der Region mit 84 Einwohnern am meisten zugelegt. Die ausgewiesenen Zahlen sind gemäss Hirs aber mit Vorsicht zu geniessen. Es sei eine grössere Liegenschaft in der Gemeinde renoviert worden. Mieter mussten ausziehen, 2016 nahm deshalb die Bevölkerungszahl in Rorschacherberg ab. Jetzt kehren sie oder andere wieder zurück und die Zahlen würden sich wieder ausgleichen. «Jeder Schweizer benötigt statistisch gesehen alle sieben Jahre einen zusätzlichen halben Quadratmeter mehr Wohnfläche», sagt Hirs. Gebe es in einer Gemeinde keine Bautätigkeit, würden die Leute deshalb wegziehen.

Auch in Goldach, der Gemeinde mit der zweithöchsten Einwohnerzahl in der Region am See, stagniert die Wohnbevölkerung. 8949 Einwohner zählt die Gemeinde Ende 2017. Im Vergleich zum Vorjahr wohnen drei Personen weniger in Goldach. «Mehrere Wohnbauten werden derzeit saniert», begründet Gemeindepräsident Dominik Gemperli das gehemmte Bevölkerungswachstum. Zum Beispiel das Hochhaus an der Heini-Rennhasstrasse werde demnächst saniert, weshalb die Mieter ausziehen mussten.

«Wir rechnen in den kommenden Jahren mit einem erneuten Anstieg der Einwohnerzahlen, da die Wohnungen nach der Sanierung wieder bezogen werden», sagt Gemperli. In Goldach gebe es ausserdem eine rege Bautätigkeit, was ihn zuversichtlich stimme. Dominik Gemperli und seine Familie haben mittlerweile ein Zuhause in Goldach gefunden: «Im Dezember war Schlüsselübergabe.» Der Gemeindepräsident hat seinen Wohnsitz bereits in Goldach – ab Ende Februar wird der Rest seiner Familie den Wohnsitz ebenfalls von Andwil nach Goldach verlegen.

Tübach wächst weiterhin leicht

In anderen Gemeinden der Region Rorschach veränderten sich die Bevölkerungszahlen nur leicht. So zogen im vergangenen Jahr 17 Personen mehr nach Tübach. Die 1415-Seelen-Gemeinde freute sich bereits vor einem Jahr über ein verhältnismässig grosses Wachstum, was Gemeindepräsident Michael Götte damals wegen der regen Bautätigkeit als aussergewöhnlich einstufte. Ebenfalls mehr Einwohner leben in den Gemeinden Thal (+48), Rheineck (+45) und Steinach (+31).

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