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EINSTURZ: Noch immer fehlt die Decke

Den Gästen im Restaurant Facincani ist die Akustikdecke auf den Kopf gefallen. Das war im Frühling. Neun Monate später sind die Schalldämmplatten noch nicht ersetzt. Aber die Ursache ist geklärt.
Die Decke des «Facincani» präsentiert sich kahl, seit die Schalldämmplatten heruntergekracht sind. (Bild: Hanspeter Schiess (6. Februar 2017))

Die Decke des «Facincani» präsentiert sich kahl, seit die Schalldämmplatten heruntergekracht sind. (Bild: Hanspeter Schiess (6. Februar 2017))

Es war ein Schreckmoment. Oder besser gesagt: Es waren zwei Schreckmomente, als im Februar im Restaurant Facincani die Akustikdecke herunterkrachte. Beim ersten Schub hielten sich rund 30 Personen im Lokal auf. Sie hatten Glück im Unglück: Niemand wurde verletzt. Als die zweite Ladung Schalldämmplatten zu Boden stürzte, war noch der Wirt im Lokal.

Der Betrieb wurde kurz nach dem Vorfall wieder aufgenommen. Heute – neun Monate später – präsentiert sich die Decke des Restaurants weiterhin kahl. Die Schalldämmplatten sind noch nicht ersetzt worden. «Schön sieht es nicht aus», sagt Wirt Egiziano Franzon. Wenigstens seien die Lampen vor kurzem wieder aufgehängt worden. Ohne die Akustikdecke sei es spürbar lauter im Lokal. Auch manche Gäste wundern sich, wie lange die Reparatur auf sich warten lässt.

Zeitaufwendige Expertise

Serafina De Stefano, die Leiterin des städtischen Liegenschaftenamts, verweist auf umfangreiche Abklärungen, welche die Stadt angestrengt habe. Man habe der Ursache fürs Ablösen der Schalldämmplatten auf den Grund gehen wollen. Die betroffene Akustikdecke ist erst vor zwei Jahren an die bestehende Decke geklebt worden. Damals renovierte die Stadt das Restaurant für 1,1 Millionen Franken.

De Stefano weist das Gerücht von der Hand, dass die Expertise verschlampt worden sei. Aber sie habe Zeit gekostet. So sei es nur schon schwierig gewesen, jemanden zu finden, der die Expertise durchführen konnte. Unterdessen liegt das Ergebnis vor. Laut De Stefano waren «bauphysi­kalische Besonderheiten am ­Gebäude» dafür verantwortlich, dass die Schalldämmplatten nicht hielten. Sie führt aus, dass ältere Häuser im Gegensatz zu Neubauten in ihrer Baukonstruktion nicht luftdicht seien. «Das hat im Fall des Restaurants Facincani zu Problemen geführt.»

Noch unklar, wie die Platten befestigt werden

Serafina De Stefano hält fest, dass der Restaurantbetrieb auch ohne Akustikdecke uneingeschränkt möglich sei. Dennoch soll die Decke ersetzt werden – während der nächsten Betriebsferien. Die Arbeiten werden mehrere Tage andauern. Derzeit wird mit den beteiligten Unternehmen geprüft, mit welchem System die Schalldämmplatten diesmal befestigt werden. Wirt Egiziano Franzon hofft, dass sie nicht mehr geklebt, sondern hochgeschraubt werden. «Sonst hätte ich ein mulmiges Gefühl.» (cw)

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