Einstimmiges Ja zur Fusion

GOSSAU/ANDWIL. Am 3. November steht der Vereinigungsbeschluss für die Gemeinden Andwil und Gossau auf der Traktandenliste des Gossauer Stadtparlamentes. Die vorberatende Kommission beantragt, dem Vorhaben zuzustimmen.

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Das Gossauer Ortsschild könnte schon bald umplatziert werden - auch Andwil soll künftig zu Gossau gehören. (Bild: Urs Bucher)

Das Gossauer Ortsschild könnte schon bald umplatziert werden - auch Andwil soll künftig zu Gossau gehören. (Bild: Urs Bucher)

Die vorberatende Kommission (VBK) des Gossauer Stadtparlaments hat die Abklärungen zur Vereinigung der Gemeinden Andwil und Gossau sowie zur Inkorporation der Schulgemeinde Andwil-Arnegg besprochen. "Sie unterstützt den zustimmenden Antrag des Stadtrates", heisst es in einem Communiqué. Der Entscheid fiel einstimmig. Zusammen mit der Inkorporation der Schulgemeinde Andwil-Arnegg könne der Aufwand für Behörden und Verwaltung im Lebensraum Andwil-Arnegg-Gossau jährlich um 790‘000 Franken gesenkt werden. Kumuliert auf zehn Jahre ergibt sich gemäss dem Communiqué eine "beachtliche Effizienzsteigerung in der Höhe von rund 8 Millionen Franken".

"Nicht optimal"
Die VBK betrachtet die heutige Gemeindestruktur für den Gossauer Gemeindeteil Arnegg als nicht optimal. "In Arnegg hat die Stadt Gossau keine Zuständigkeit für die Beschulung der eigenen Einwohner. Diese Aufgabe nimmt die Schulgemeinde Andwil-Arnegg wahr", schreibt die vorberatende Kommission. Bei Erstellung oder Erneuerung von Schulbauten seien die Entscheidungswege umständlich, zeitaufwendig und verursachten viel Abklärungsaufwand. "Eigentümerin der Anlagen und verantwortlich für deren Betrieb ist nämlich die Schulgemeinde Andwil-Arnegg; Finanzierer sind aber die Gemeinden Andwil und Gossau." Dieser hohe Schnittstellenaufwand würde bei einer Vereinigung der Gemeinden Andwil und Gossau und anschliessender Inkorporation der Schulgemeinde Andwil-Arnegg wegfallen, wie die vorberatende Kommission schreibt.

"Richtiger Zeitpunkt"
"Die vorberatende Kommission beantragt dem Parlament einstimmig, der Vereinigung der Gemeinden Andwil und Gossau zuzustimmen. Sie erachtet den jetzigen Zeitpunkt als richtig", heisst es im Communiqué weiter. Der Kanton könnte in Zukunft zurückhaltender sein mit Beiträgen, so die vorberatende Kommission. (pd/red.)