Einstimmiges Ja zum Entwässerungskonzept

ENGELBURG. Die Gaiserwalder Stimmbürger haben an der Bürgerversammlung allen Anträgen des Gemeinderates klar zugestimmt. Diskussionen blieben aus.

Linda Müntener
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Zwei Primarschulklassen begrüssten die Gaiserwalder Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Montagabend mit einem Ständchen. Dann ergriff Gemeindepräsident Boris Tschirky das Wort. Es war die erste Bürgerversammlung des Gemeindepräsidenten, der seit Januar im Amt ist, nach eigenen Angaben aber erst im August nach Abtwil ziehen werde. «Selber abstimmen darf ich deshalb noch nicht», sagte er. Denn Stichentscheid habe er laut Gemeindegesetz aber trotzdem.

Sparpaket ist spürbar

Dass ein solcher gar nicht nötig war, zeigte sich schnell. Die 260 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger (4,7 Prozent der Stimmberechtigten) sagten sowohl zur Rechnung 2012 als auch zu Voranschlag und Steuerfuss für das Jahr 2013 einstimmig Ja. Somit wird der Ertragsüberschuss von rund 617 000 Franken für Abschreibungen in der Höhe von 610 000 Franken verwendet und der Rest in Eigenkapital angelegt. Dieses beträgt neu 11,85 Millionen Franken. Für das Jahr 2013 rechne der Gemeinderat mit einem Defizit von rund 985 000 Franken. Denn die Kostenüberwälzungen des Kantons infolge der Sparpakete belasten die Gemeinde mit rund 1,3 Millionen Franken. Das Defizit wird laut Tschirky durch das vorhandene Eigenkapital gedeckt. Der Steuerfuss bleibt bei 115 Prozent.

2-Millionen-Projekt

Beim Traktandum «Entwässerungskonzept Eggli» verwies Tschirky auf das Gutachten im Jahresbericht und schritt gleich zur Abstimmung. Die Bürger stimmten dem beantragten Kredit von zwei Millionen Franken zu. Auch die Gründung der SanaFürstenland AG wurde angenommen (siehe Artikel links). Diskussionsbedarf bestand bei keinem der Anträge. Eine Bürgerin meldete sich aber bei der allgemeinen Umfrage zu Wort. Elisabeth Dubach von der GLP wollte wissen, wo Gaiserwald im Hinblick auf den Erhalt des Labels «kinderfreundliche Gemeinde» der Unicef steht. Dieser Antrag wird laut Schulratspräsidentin Maya Gehring zurzeit von der Unicef geprüft.

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